Nach einem Ölaustritt ist der Schiffsverkehr im Hafen von Antwerpen stark eingeschränkt. Dutzende Schiffe warten, wichtige Zufahrten sind blockiert. Die Behörden reagieren mit Maßnahmen – wie lange die Lage anhält, bleibt jedoch offen. Auch die Nähe zu einem Naturschutzgebiet spielt eine große Rolle.
Im zweitgrößten Hafen Europas ist der Schiffsverkehr aufgrund einer Öl-Panne stark eingeschränkt. Er könne nicht über den Fluss Schelde aus Richtung Nordsee angefahren werden, nur noch über Zugänge im Süden und Osten, sagte ein Sprecher der Hafenbehörde. Rund 50 Schiffe warten nun darauf, ein- oder auslaufen zu können. Wie lange die Störungen andauern, sei unklar.
Das Öl sei während eines „Bunkervorgangs“ – also beim Betanken eines Schiffes – im Deurganck-Dock ausgelaufen. Deurganck ist eines der wichtigsten Container-Docks des Hafens, das von einigen der größten Schiffe der Welt zum Be- und Entladen von Gütern genutzt wird.
Das Öl sei nach dem Unfall zwar gestoppt und die direkt betroffenen Schiffe gereinigt worden, aber die Verschmutzung habe sich aber über Nacht weiter im Hafen in Richtung Schelde ausgebreitet. Der Fluss fließt aus dem Norden Frankreichs durch Belgien und die Niederlande in die Nordsee. Schleusen wurden geschlossen, um zu verhindern, dass sich Öl weiter ausbreitet.
Der Hafen bedauerte in einer Mitteilung die Auswirkungen und wies auf die empfindlichen Naturgebiete entlang der Schelde hin. „Der Schutz unserer Umwelt hat für uns oberste Priorität, und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um sowohl betriebliche als auch ökologische Schäden so gering wie möglich zu halten.“ Zum Hafen gehören 580 Hektar Naturschutzgebiet.
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