Einzigartiges Projekt

Messe(n) gegen den Krieg mit Drohnenbegleitung

Kärnten
04.04.2026 18:00

Im kriegerischen medialen Trommelfeuer will ein Kunstprojekt für mehr Bewusstsein sorgen. Haydn-Messe wird mit Objektinstallationen, Skulpturen und Lesungen inszeniert.

„Und, schmeckt Ihnen das Schnitzel, wenn Sie das Kriegsgeschehen auf den Bildschirmen sehen?“ Mit dieser Frage trifft Sigi Wobak, Initiator von „Missa contra bellum“ den Kern unseres gesellschaftlichen Dilemmas.

Denn während für uns in Mitteleuropa höhere Spritpreise die spürbarste Auswirkung der vielen kriegerischen Konflikte sind, fallen anderswo Bomben vom Himmel und Drohnen krachen in Gebäude. Um hier Bewusstsein zu schaffen, soll Anfang Mai in drei Kärntner Kirchen eine Haydn-Messe aus kriegerischen Zeiten thematisch passend inszeniert werden.

Initiator Sigi Wobak, Julia Cencig, Eugen Freund, Johanna Kräuter, Peggy Forma, Gudrun Zikulnig, ...
Initiator Sigi Wobak, Julia Cencig, Eugen Freund, Johanna Kräuter, Peggy Forma, Gudrun Zikulnig, Renate Pirker und Franz Josef Isak (vl) präsentierten „Missa contra bellum“ in der Stadtpfarrkriche Klagenfurt.(Bild: Felix Justich)

Die Paukenmesse, „Missa in tempore belli“, wurde 1796 während der napoleonischen Kriege komponiert. „Haydn setzt auf Spannung. Während der Bitte um Frieden im Agnus Dei erklingt das Paukenthema, das an Marschtrommelei erinnert“, beschreibt der Dirigent des Projekts, Franz Josef Isak, den Kunstgriff Haydns. Mit 18 Instrumentalisten und 12 Sängern, den fünf Solisten Johanna Maria Kräuter (Sopran), Peggy Forma (Alt), Matthias Wurzer (Tenor), Martin Leitner (Bass) und Eva Herman (Cello), wird er musikalisch durch die Messe führen.

Darüber schweben Drohnen
Objektinstallationen von Gudrun Zikulnig, Skulpturen von Renate Pirker und Poesie von Kurt Plesser vertiefen das Thema, während Schauspielerin Julia Cencig und Journalist Eugen Freund als Sprecher begleiten. Und über allem werden Drohnen schweben, die Bedrohung des Krieges, auch akustisch, greifbarer machen. „Dazu werden Werke aus der Literaturgeschichte, aber auch kontemporäre, vorgelesen. Ein Überraschungssprecher wird als Stimme Gottes mitwirken“, erklärt Wobak und verrät den „geheimen Untertitel“: „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“.

Vorstellungen: 8. Mai, Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt; 9. Mai Stadtpfarrkirche St. Magdalena in Völkermarkt; 10. Mai, Basilika Maria Loreto, St. Andrä im Lavanttal. Start jeweils um 18.30 Uhr. Vorverkauf auf kaernten.live

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt