Der Weidener ist Parfümeur und bringt die Kundschaft zum Schwärmen. Mit seinen Düften schafft er Gefühle.
Victor Hugo sagte schon: „Nichts erweckt eine Erinnerung so sehr, wie ein Geruch.“ Mathilde Thomas wiederum meinte: „Parfüm ist wie Musik, die man trägt.“ Beide Vergleiche bringt auch Alexander Nemeth aus Weiden am See. Der gelernte Koch, der seit Jahren in der Versicherungsbranche tätig ist, hat sich zu Corona begonnen, intensiver mit Düften zu beschäftigen. „Selbst getragen habe ich sie immer, der Lockdown war aber dann eine Zeit, wo ich Beschäftigung brauchte und mir eine Duftstoffserie bestellt habe, um eigene Dinge zu kreieren.“
Die Materie faszinierte ihn sofort, er begann Seminare und Kurse zu besuchen, Duftstoffe zu evaluieren und sie zu verstehen. Eineinhalb Jahre später war sein erstes Parfum fertig. Mittlerweile hat er sieben Düfte auf dem Markt, zwei sollen heuer noch dazu kommen. „Außerdem balanciere ich meinen ersten Duft neu aus. Mittlerweile bin ich nicht mehr zufrieden damit. Die DNA bleibt, die Komposition wird aber besser“, verspricht er.
Nicht nur ein Produkt, sondern ein Gefühl
Fragt man Nemeth, was er mit seinen Parfums bei den Kunden hervorrufen möchte, lächelt er. „Gefühle“, erklärt er dann. „Im besten Fall erinnert einer meiner Düfte an ein schönes Erlebnis. An den Geruch der Mutter in der Kindheit, einen lieben Menschen, ein tolles Ereignis. Ich möchte mit meinen Parfums Erinnerungen verstärken und zurückbringen“, meint Nemeth und spricht Victor Hugo damit wohl aus der Seele. Das Kreieren eines neuen Duftwassers kann bis zu einem Jahr dauern.
Müssen doch die einzelnen Düfte perfekt ausgewogen harmonieren, um Wohlgeruch zu verbreiten. Ein moderner Duft besteht aus 60 bis 80 Duftstoffen. „Musik ist einem Parfum sehr ähnlich“, zieht er einen Vergleich. „Eine einzelne Note, ist keine Musik. Man muss mehrere verbinden, um eine Melodie zu bekommen. Genau so ist es beim Parfum. Ein Duft alleine ergibt noch lange kein Parfum.“
Workshops oder gleich ein eigener Duft?
Interessierte haben übrigens die Möglichkeit, sich ein eigenes Parfum kreieren zu lassen. Kostenpunkt ab 500 Euro. „Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis man den Duft so hat, wie ihn der Kunde möchte. Aber man ist dann gewiss, diesen speziellen Duft trage nur ich. Und sonst niemand.“ Auch Nemeth hat einen eigenen Duft, den er nur für sich selbst herstellt.
„Das bin speziell ich. Den bekommt sonst niemand auf der Welt“, schmunzelt er.
Wer einmal in die Welt der Düfte hineinschnuppern möchte: Ab Mai bietet er mit seiner Firma „Celesteau“ auch Workshops für Interessierte an. Bis dahin trifft man ihn freitags und samstags in seiner kleinen Boutique in Weiden an. Mehr Infos unter celesteau.eu
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