Ein 70-Millionen-Projekt startet in Villach: Die alte Mülldeponie in Auen wird fachgerecht entsorgt. Dienstag wird mit den Arbeiten begonnen.
Die Deponie in Auen wurde in den 1980er-Jahren versiegelt. Das heißt, 400.000 Kubikmeter Hausmüll mit einer Spezialfolie verschlossen und eine dicke Humusschicht aufgebracht wurde.
In der Vergangenheit wurde der „Müllhügel“ begrünt und diente zuletzt auch als Standort für eine PV-Anlage. Nun soll die Altdeponie abgetragen und der darunter lagernde Müll fachgerecht entsorgt werden.
Dienstag wird mit dem Abtrag des potenziellen Risikoberges begonnen. In einem ersten Schritt wird die Humusschicht wieder entfernt. Parallel wird die Baustelle eingerichtet sowie Lager- und Manipulationsbereiche geschaffen.
Die Arbeiten machen außerdem die Verlegung des Geh- und Radweges notwendig. Ab Mitte April wird dieser entlang der Nordseite der Infineon-Straße führen.
Versiegelte Mülldeponie wird geöffnet
Im Mai soll mit dem eigentlichen Abbau des Hausmülls begonnen werden. Der Abfall wird vor Ort vorsortiert. Je nachdem, welche Stoffe gefunden werden, müssen sie zu verschiedenen Deponien zur Endlagerung oder endgültigen Entsorgung verbracht werden.
Biomüll, der in den vergangenen 40-Jahren unter der Schutzfolie zu Erde verrottet ist, wird vor Ort ausgesiebt und auch dort verbleiben.
Die Gesamtsanierung der Altdeponie kostet 73 Millionen Euro, die Kosten dafür teilen sich Privatwirtschaft und öffentliche Hand: Bund, Land Kärnten, Stadt Villach sowie Infineon werden sich die Kosten aufteilen. Der Anteil der Draustadt wird unter zehn Millionen Euro liegen.
Die Fläche, die nach dem Müllabtrag frei wird, wird durch den Technologiekonzern Infineon angekauft werden und soll als Entwicklungsfläche für die Zukunft dienen.
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