Tollhaus in Amstetten

Pleite bei Fan-Hit! „Haben alles vermissen lassen“

Sport
07.03.2026 14:45

Erstmals Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt. Dazu sorgten 2230 Fans für den besten Besuch in der Meisterschaft seit 2019 – doch Zweitliga-Höhenflieger Amstetten kassierte Freitag daheim gegen Austria Salzburg ein 0:2. Trainer Enengl und die Spieler wussten, dass die gewohnt hohe Intensität fehlte. 

Die vielen Salzburger Fans feierten nach Abpfiff ihre Sieger. Klatschten, hüpften und sangen „Die Austria ist wieder da“ oder „Auswärtssieg“ – während die Amstettner nach dem 0:2, ihrer ersten Meisterschaftspleite seit 15. August oder 16 Partien, bedient waren. Trainer Patrick Enengl meinte beim „Krone“-Besuch zur ersten Heimniederlage der Saison: „Ich bin sehr enttäuscht von unserem Auftritt. Das war nicht das, wofür wir stehen.“

Amstettens Offensive um Liga-Topscorer Peham (M.) und Conateh hatte einen schweren Stand.
Amstettens Offensive um Liga-Topscorer Peham (M.) und Conateh hatte einen schweren Stand.(Bild: GEPA)

Nun der Reihe nach. 2230 Fans, darunter SKU-Legenden wie Michael Achleitner oder David Affengruber, kamen ins Ertl-Glas-Stadion, wo es prämierten Reikersdorfer-Birnenmost und erstmals Krügerl von einem Beerjet gab. Das war der beste Zweitliga-Besuch seit der Premierensaison – beim 4:0 gegen Steyr im April 2019. Natürlich entstand die Topkulisse auch dank des erweiterten Gäste-Sektors beim Hochrisikospiel samt Polizeihunden. Die violetten Anhänger – das sei betont – sollten sich ohne Zwischenfälle als tolle Stimmungsmacher präsentieren.

Die Teams samt SKU-Maskottchen Eisbär vor Anpfiff im Ertl-Glas-Stadion.
Die Teams samt SKU-Maskottchen Eisbär vor Anpfiff im Ertl-Glas-Stadion.(Bild: Christian Mayerhofer)

Da musste doch ein sportliches Feuerwerk der Amstettner folgen – oder? Denkste. Der Leader lag schon nach zwei Minuten mit 0:1 hinten und geriet vier Minuten nach der Pause erneut durch Cosgun, von Heim-Keeper Estevao mit einem katastrophalen „Fehlpass“ bedient, mit 0:2 in Rückstand. Zugleich der Endstand. Und das ausgerechnet beim historischen Highlight – noch nie war man ja zu diesem Saisonzeitpunkt tabellarisch ganz vorne. „Wir haben unsere Basics, eigentlich alles vermissen lassen“, seufzte SKU-Trainer Enengl. „Das tut mir auch leid für unsere Fans. Wir können es sicher anders, hatten auch schon viele starke Spiele in dieser Saison.“

SKU-Trainer Enengl und Co. pushten, aber diesmal gab es nichts zu holen.
SKU-Trainer Enengl und Co. pushten, aber diesmal gab es nichts zu holen.(Bild: GEPA)

Da schloss Liga-Topscorer David Peham an: „Uns hat die gewohnte Intensität großteils gefehlt. Dann sieht man, dass es zu wenig ist. Obwohl wir nach dem 0:2 noch alles probiert haben.“ Nachsatz des Bombers: „Danke an die Fans für die großartige Stimmung. Ich glaube, wir haben über die ganze Saison gesehen schon viel geboten. Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir sind Amstetten und dennoch ganz vorne dabei.“

St. Pölten siegt erstmals im Frühjahr – 4:0!

Apropos viel bieten: Marco Djuricin traf für St. Pölten nach nur 14 Sekunden zum 1:0 gegen Rapid II. Nach kaum zwei Minuten stand’s 2:0, am Ende 4:0. „Das waren endlich einmal wieder wir“, strahlte Coach Cem Sekerlioglu, der mit seinem Team nach drei Pleiten in Serie nun punktemäßig mit Spitzenreiter Amstetten gleichzog.

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