Branche gibt Einblick

Saison vor dem Start: Motorräder dank KI sicherer

Tirol
03.03.2026 17:00

Mit dem herannahenden Frühling nimmt auch die Moped- und Motorradsaison langsam, aber sicher wieder Fahrt auf. Wie es dem Zweiradhandel hierzulande und österreichweit geht und welche neuen Technologien die Branche zu bieten hat, dazu gab Gerald Unterberger, Sprecher in der Wirtschaftskammer, einen Einblick.

Im Vorjahr sahen sich die Händler mit rückläufigen Zahlen bei den Zulassungen konfrontiert. 1125 zugelassene Mopeds bedeuten ein Minus von 20,9 Prozent gegenüber 2024 (1423 Zulassungen). Ebenfalls ein Minus von 14,2 Prozent von 3499 auf 2999 Zulassungen gab es bei Motorrädern. Insgesamt betrachtet ergab sich bei den Zulassungen ein Minus von 16,2 Prozent. Damit habe sich Tirol noch deutlich besser geschlagen als der österreichweite Markt, der ein Minus von 28,9 Prozent verzeichnete.

Unterberger rückt diese Zahlen jedoch ins rechte Licht und klärt auf: „Wegen der neuen EU-Abgasnorm Euro 5+ war für viele Marken eine Zulassung von Lagerfahrzeugen nötig. Dadurch kam es zu einer Marktverschiebung zugunsten des Jahres 2024. Bereinigt man das also, liegen die Zulassungen auf dem Vorjahresniveau.“

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Die E-Mobilität ist auch bei den Zweirädern zunehmend Realität. Assistenten und Smart-Tech verändern das Fahrerlebnis nachhaltig.

Gerald Unterberger

Fast 55.000 Zweiräder auf Tirols Straßen unterwegs
Insgesamt belief sich der Bestand an Mopeds und Motorrädern im Jahr 2025 auf österreichweit 682.000. Auf Tirol entfallen rund acht Prozent, also nicht ganz 55.000 Zweiräder. „Mopeds und Motorräder stehen bei jungen Menschen hoch im Kurs“, freut sich Unterberger. Mit ein Grund dafür sei auch der Motorsport, der sehr hohe Zuschauerzahlen verzeichne.

Die aktuellen Trends gehen in Richtung E-Technologie und Künstliche Intelligenz (KI). „Die Elektrifizierung wächst leicht, aber stetig. Durch die E-Scooter gab es vor allem einen Boom bei E-Rollern und E-Mopeds. Sie gewinnen Marktanteile, besonders in den Städten.“

Auch Schutzbekleidung wird schlauer
Bei E-Motorrädern sei die Nachfrage noch nicht ganz so hoch, aber im Steigen begriffen, meint Unterberger. „Hier setzen die Hersteller auf High-Performance Lithium-Ionen-Batterien, KI-gesteuerte Energie-Management-Systeme und Schnelllade-Standards.“

Die KI kommt auch bei den Assistenzsystemen zum Einsatz. Sensoren zur Kollisionsvermeidung, zur Notbrems-Unterstützung und frühzeitige Wartungshinweise machen das Biken sicherer. „Auch die ABS- und Schlupfregelsysteme werden laufend besser.“ Nicht zuletzt wird mit eingebauter Sensorik auch die Schutzbekleidung immer intelligenter.

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