Bei vier Säuglingen wurde zuletzt der Verdacht gemeldet, dass sie mit verunreinigter Babymilch gefüttert wurden. Wie ist die Situation in Oberösterreich? Das hinterfragte die FPÖ beim zuständigen Konsumentenschutzressort. Ergebnis: In unseren Regalen dürften keine verunreinigten Produkte (mehr) stehen.
Der Skandal um mit Cereulid verunreinigte Babynahrung betrifft, wie berichtet, auch Österreich. Zuletzt wurde bekannt, dass die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vier österreichische Verdachtsfälle an die zuständige europäische Stelle gemeldet hat.
Die Lebensmittelaufsicht in Oberösterreich erfuhr Mitte Dezember 2025 von verunreinigten Produkten und wurde vom Konsumentenschutzministerium aufgefordert, aus gegebenem Anlass Proben zu ziehen. Das geht aus der Beantwortung einer FPÖ-Anfrage durch Konsumentenschutzlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) hervor.
Zwei Proben nicht für Verzehr geeignet
Zwei der zehn gezogenen Proben der Marke Nestle Beba wurden demnach wegen „geringer Konzentrationen von Cereulid“ von der AGES als „nicht sicher – für den menschlichen Verzehr ungeeignet“ deklariert. Man habe die Information – wie gesetzlich vorgesehen – an die Lebensmittelaufsicht in Wien weitergeleitet, weil sich dort der Firmensitz von Nestle befindet, heißt es in Kaineders Anfragebeantwortung.
Kontrollen in 79 Betrieben
Zudem seien in 79 Handelsbetrieben in ganz Oberösterreich Kontrollen durchgeführt worden, ob dort zurückgerufene Ware in den Verkaufsregalen steht. Ergebnis laut Kaineder: „In allen kontrollierten Betrieben wurden keine vom Rückruf betroffenen Produkte zum Verkauf angeboten.“ Der Lebensmittelaufsicht lägen auch keine Meldungen über Erkrankungen von Babys im Zusammenhang mit dem Verzehr von möglicherweise betroffenen Produkten vor.
„Wir wollten mit unserer Anfrage für besorgte Familien für völlige Transparenz und Klarheit sorgen. Die gute Nachricht: In Oberösterreich wurde rasch, transparent und konsequent gehandelt“, resümiert FPÖ-Klubobmann Thomas Dim.
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