Versteckte Fußfessel

Ex-Häftling als Pflegerin: Frau betäubt, bestohlen

Wien
24.02.2026 11:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einen ungeheuerlichen Vorwurf äußerte eine kranke Frau in Wien-Floridsdorf: Die 66-Jährige erstattete bei der Polizei Anzeige, weil sie den starken Verdacht hegte, von ihrer Pflegeassistentin bestohlen worden zu sein. Was die Betroffene nicht erwartet hatte: Sie ließ eine vorbestrafte Frau mit Fußfessel in ihr Heim. 

Alles begann am 20. Jänner erstattete die Seniorin Anzeige in einer Polizeiinspektion. Ihr Verdacht: Von ihrem Konto war mehrfach Bargeld behoben worden – ohne ihr Wissen. Der schockierende Verdacht fiel auf ihre 50-jährige Pflegeassistentin, die sie über eine Online-Plattform engagiert hatte.

Pflegekraft mit Fußfessel unterwegs
Das Landeskriminalamt Wien nahm die Ermittlungen auf – und brachte Erstaunliches ans Licht: Die 50-Jährige ist keine Unbekannte! Sie hatte bereits eine Haftstrafe wegen Raubes unter Verwendung von Betäubungsmitteln verbüßt und trägt derzeit sogar eine elektronische Fußfessel.

Mit stark wirksamen Medikamenten betäubt
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich ein besonders perfider Verdacht: Die Pflegekraft soll die 66-Jährige mit stark wirksamen Medikamenten sediert haben. In diesem wehrlosen Zustand habe sie der Frau Bankomat- und Kreditkarte abgenommen.

Doch damit nicht genug: Auch die Kinder der Beschuldigten sollen mitgemischt haben! Der 18-jährige Sohn und die 29-jährige Tochter hoben laut Ermittlern mehrfach Bargeld an verschiedenen Bankomaten ab. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 4970 Euro.

Mutter mit Kindern in Justizanstalt
Alle drei Tatverdächtigen wurden festgenommen. Sie verweigerten bislang die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in eine Justizanstalt eingeliefert.

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