Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hat Michael Rösch offen über seine schweren Depressionen ausgepackt. Nach seinem Olympiasieg hatte der ehemalige deutsch-belgische Biathlet mit mentalen Problemen zu kämpfen. Auch Suizidgedanken begleiteten den mittlerweile 42-Jährigen.
2006 war Rösch in Turin mit der deutschen Staffel zur Goldmedaille gelaufen, drei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften sollten folgen. So beeindruckende Erfolge der gebürtige Sachse auch vorweisen kann, so schwere Zeiten hat er hinter sich.
„Der Olympiasieg war öffentlich. Der schwerste Kampf fand im Stillen statt. Mental war ich zeitweise tot“, verriet der ehemalige Sportler nun. Das Problem: „Du wirst in jedem Rennen an der Goldmedaille gemessen. Daran bin ich teilweise zerbrochen“, so Rösch Anfang Februar im „Focus“.
„Wie ein Nebel“
Bereits 2013, als er sich um einen Nationenwechsel bemühte, habe er bereits den „Ansatz von Suizidgedanken“ verspürt. Von 2014 bis 2019 ging Rösch schließlich für Belgien an den Start, ehe er infolge eines emotionalen Zusammenbruchs in die Notfallambulanz eingeliefert wurde. Nach rund 50 Therapiesitzungen erinnert sich der Olympiasieger heute: „Es war wie ein Nebel – und plötzlich war blauer Himmel.“ Mittlerweile ist Rösch als Kommentator für Eurosport tätig – auch bei den Spielen in Mailand/Cortina war der 42-Jährige im Einsatz.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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