Im deutschen Sportjournalismus ist die Empörung groß, nachdem die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) ein Hausverbot gegen das Aufdecker-Duo Hajo Seppelt und Jörg Mebus für eine Pressekonferenz ausgesprochen hat.
Ein ARD-„Sportschau“-Bericht hatte zu Beginn der Olympischen Winterspiele über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG und ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet.
An diesem Bericht waren Seppelt und Mebus beteiligt. „Die ARD und Hajo Seppelt haben uns die Olympischen Spiele gecrasht und das lassen wir nicht zu. Das geht so nicht“, sagte DESG-Präsident Matthias Große bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Berliner Müggelturm, der ihm gehört. Der Lebensgefährte der Eisschnelllauf-Ikone Claudia Pechstein sprach von einem „Hassspiel“ gegen den Verband.
Hausverbot
Die ARD ortete einen für einen deutschen Sportfachverband beispiellosen Verstoß der Pressefreiheit. Zu dem Hausverbot erklärte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), dass es selbstverständlich sei, dass auch Kritiker zur Pressekonferenz eingeladen werden müssten. „Das Hausverbot gegen die ARD-Kollegen ist ein unglaublicher Vorgang“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster.
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