Es hat nichtseinsollen. Stella Rossas Futsal-Kicker wollten nach der 5:8-Niederlage im Liga-Semifinale in Graz zuhause in Wien Revanche nehmen. Doch in der Sport Arena Wien war nach dem 5:7 Endstation. Futsal ist im Trend, die Tribünen sind gut besucht. Die „Krone“ hat die Fans gefragt, was sie an Futsal fasziniert.
In Europa erlebt Hallenfußball derzeit einen regelrechten Boom. Den Anfang machte der Ex-Barcelona-Profi Gerard Piqué, der 2022 in Spanien gemeinsam mit anderen bekannten Fußball- und Streaming-Persönlichkeiten die Kings League gründete. Die Liga sorgte sofort für Schlagzeilen und avancierte schnell zu einem vollen Erfolg.
Auch in Deutschland setzte sich der Trend fort: Toni Kroos rief die Icon League ins Leben, bei der sich im Dezember David Alabas Team in der Wiener Stadthalle vor 10.000 Zuschauern zum Champion krönte. Parallel wächst auch das Interesse am heimischen Futsal stetig – sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans. Doch was macht den Hallensport so faszinierend?
„Die Spiele sind extrem dynamisch, es geht Hin und Her, dadurch bleibt es immer spannend“, erklärt ein Fan der Stella Rossa die Faszination. Vor allem die technische Qualität der Spieler beeindruckt viele Zuschauer: „Man sieht viele coole Tricks, die im klassischen Fussball einfach sehr selten sind. Das ständige Eins gegen Eins bringt viele unterhaltsame Aktionen“, fasst es ein anderer Fan zusammen. Auch die junge Generation zeigt sich begeistert vom Hallenkick. So schauten neben der U16 von Cro Vienna, der U13 des Wiener Sportclubs oder auch der U9-Mannschaft von Schönbrunn, viele andere Jugendliche in der Halle vorbei. „Mein Sohn spielt im Winter selbst viele Turniere in der Halle. Er liebt es, hier bei der Stella Rossa zuzuschauen. Für mich ist es auch angenehmer zu dieser Jahreszeit“, lacht ein Elternteil. Auch die neue Sport Arena beeindruckt die Zuschauer. „Die Anlage hier ist top“, hört man immer wieder.
Große Unterschiede beim Budget
Vor den Augen von ÖFB Futsal Teamchef Patrick Barbic setzte sich schlussendlich AFC Graz in einer spannenden Partie mit 7:5 verdient durch und steht nun im Finale. Der Aufsteiger aus Graz, der mit einem Budget von 120.000 Euro in die Saison startete und fast ausschließlich auf internationale Spieler setzt, galt bereits vor der Partie als Favorit. Obwohl Stella Rossa nur mit einem Sechstel des Grazer Budgets in die Saison ging, hielt die Mannschaft über weite Phasen des Halbfinals mit und lieferte den Grazern einen großen Kampf. Einen Sahnetag erwischte dabei vor allem Andrej Vukovic, der mit seinem Hattrick die Wiener lange im Spiel hielt.
Zum Schluss feierten die mitgereisten Grazer Fans ihre Mannschaft und bejubelten den Einzug ins Endspiel. Das zweite Finalticket machen FC Ljuti Krajisnici und FUTSAL versli.at Klagenfurt in einem Entscheidungsspiel unter sich aus, nachdem beide Mannschaften jeweils ein Duell gewinnen konnten.
Lorenz Rusch
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