Schon jetzt arbeiten die Wasserspringer Anton Knoll und Dariush Lotfi für die Olympischen Spiele 2028. Dabei wollen sie nichts dem Zufall überlassen und absolvieren mehr Sprünge, als die Konkurrenz auf der ganzen Welt.
Für Wasserspringer Anton Knoll und seinen Synchronpartner Dariush Lotfi steht die Saison ganz im Zeichen von Olympia. Bitte, das ist doch erst 2028?! Richtig. Doch schon jetzt planen beide alles mit Hinblick auf die Spiele in Los Angeles. Sicher, bei der EM in Paris im Sommer wäre eine erneute Medaille schön, aktuell geht es aber darum, die Sprünge einzustudieren, die dann auch bei Olympia zu einer Topplatzierung verhelfen sollen.
Ebenso wie intensivstes Training. „Wir machen mehr Sprünge als alle anderen“, behauptet Knoll von sich und seinem Trainingspartner. Kein Faktum, aber auch keine leere Phrase. Immerhin tauscht man sich international recht freimütig aus, daher kann der Europameister von 2024 das gut einschätzen. „Die Chinesen machen mehr Wettkampfsprünge, aber wir mehr Sprünge mit den einzelnen Elementen.“
Wenn wir erschöpft sind oder unter Stress stehen, können wir immer noch gut performen
Wasserspringer Dariush Lotfi
100 Sprünge in eineinhalb Stunden
Das liegt auch daran, dass Trainer Aristide „Didi“ Brun auf Quantität setzt. Etwa mit einer Monster-Einheit, bei der Knoll und Co. 100 Sprünge in eineinhalb Stunden bringen müssen. „Das ist rein ins Wasser, gleich wieder raus, danach bist du völlig fertig“, stöhnt der 21-Jährige. Aber gerade die dadurch erarbeitete Ausdauer kann für den langen Wettkampf bei Olympia entscheidend sein. „Wenn wir erschöpft sind oder unter Stress stehen, können wir immer noch gut performen“, ist Lotfi sicher, der wie Knoll rund 17.000 Sprünge im Jahr absolviert.
Im Gegensatz zu vielen Schwimmern, die mit mangelnden 50-Meter-Becken in Österreich hadern, kann Knoll sich kaum über die Trainingsmöglichkeit in Wien beklagen. Obwohl es natürlich besser geht. So weicht er ab und zu zum Training nach Budapest aus. „Denn dort gibt es einen Bubbler“, lächelt er. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung, bei der Luft aus dem Beckenboden hochgedrückt wird, dadurch wird die Wasseroberfläche weicher. „Das ist für die Schulter und den Rücken beim Aufkommen deutlich angenehmer“, meint Knoll, der so Verletzungen vorbeugen will. Dann gehen noch ein paar Sprünge mehr.
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