Tirols Sicherheits-Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) appelliert angesichts der großen Lawinengefahr im „Krone“-Interview an die Vernunft der Einheimischen und Touristen. Aber sie winkt auch mit dem Zaunpfahl.
„Krone“: Frau Sicherheits-Landesrätin, mehr als 70 Lawinenabgänge in den vergangenen Tagen, Verletzte und Todesopfer – und das trotz Lawinenwarnstufe 4. Wie beurteilen Sie dieses Geschehen?
LR Astrid Mair: Eingangs möchte ich jenen mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen, die im Zuge dieser Geschehnisse ihre Angehörigen verloren haben. Gleichzeitig ist es für mich unverständlich, dass so viele Wintersportler trotz Lawinenwarnstufe 4 ihr eigenes Leben und das Leben anderer leichtfertig aufs Spiel setzen. Eine „große Lawinengefahr“ auszugeben – das ist keine Empfehlung, sondern eine eindringliche Warnung. Diese Warnungen werden über alle Kanäle kommuniziert. Wer sie ignoriert und trotzdem ins freie Gelände fährt, handelt grob fahrlässig – sich selbst gegenüber und gegenüber anderen. Wir haben erstmals sogar das Bevölkerungswarnsystem AT Alert dafür eingesetzt, um tirolweit direkt aufs Handy zu warnen. Ein Versuch, noch mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Sozusagen nehmen wir alles in unserer Macht Stehende in die Hand, um auf diese Lawinengefahr hinzuweisen und Menschenleben zu schützen.
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