Rita Pradel und Franz Buchner haben sich in ihrer Pension einen Traum erfüllt. Das reiselustige Paar aus dem Innviertel hat einen Lastwagen umgebaut, und ist damit schon ganz 42.800 Kilometer in der Welt herumgekurvt. 55 Länder haben die beiden schon erkundet und sind dafür nie geflogen.
„Wir sind ein eingespieltes Team, sonst haust du dir nach ein paar Tagen die Schädel ein“, erzählen Rita Pradel und Franz Buchner aus St. Martin im Innkreis mit einem Zwinkern. Der „Krone“-Anruf erreichte die Weltenbummler, als diese gerade ihren Spezial-Lkw in Edremit im Westen der Türkei parkten.
Lkw selbst ausgebaut
Am 3. Oktober 2024 startete die Reise der pensionierten Abenteurer. „Wir sind immer schon viel gereist; zuerst mit Motorrad, Pinzgauer oder Campingwagen. Seit 2017 haben wir unseren Lkw ,Burli’. Wir haben den Ausbau selber gemacht und über die Jahre hinweg verbessert“, erklärt das Paar. Insgesamt haben die beiden gemeinsam schon 55 Länder bereist, sind dabei nie geflogen.
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Die beiden Pensionisten über ihre Reise
Fast 43.000 Kilometer gefahren
„Bei unserer aktuellen Reise waren wir in 24 verschiedenen Ländern, haben 40-mal Grenzen überquert und sind rund 42.800 Kilometer gefahren“, sagt die 69-Jährige. Auf dem Landweg sind die Oberösterreicher mit ihrem Expeditions-Lkw unter anderem über Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, über das Pamir-Gebirge, Kirgistan, Sibirien bis in die Mongolei gefahren. Besonders die Tage in der Wüste Gobi waren für die Weltreisenden ein „echtes Erlebnis“: „Da fährt man tagelang, ohne einen Menschen zu sehen – das ist einfach Natur pur.“
Keine ausgebauten Straßen
Von breiten, gut ausgebauten Straßen und Verkehrsschildern waren die beiden in diesem Moment genauso weit entfernt wie von ihrer Innviertler Heimat. „Wir starten immer ohne großen Plan in den Tag, machen auch viel vom Wetter abhängig. Wir haben so viele unglaublich schöne Momente erlebt und Landschaften gesehen – unsere ganze Reise ist ein großes Highlight“, schwärmen die beiden.
Kurzer Abstecher in die Heimat
Und der Urlaub – der mittlerweile mehr als 500 Tage dauert – ist noch lange nicht zu Ende: Anfang April wollen die Oberösterreicher zwar wieder zurück in ihrer Heimat sein, doch allzu lange werden sie dort nicht bleiben. „Es stehen ein paar Gesundheitschecks an und mein Führerschein gehört verlängert. Ende August soll es dann weitergehen, starten wir mit unserem Lkw Richtung arabische Halbinsel“, erklärt der 67-Jährige.
Service an Lkw
Auch am so zuverlässigen „Burli“ – bis auf einen Reifenplatz kamen die Innviertler ohne gröbere Probleme durch ihre Reise – gehört ein bisschen herumgeschraubt. „Wir haben tausend Liter Diesel und 700 Liter Wasser an Bord, am Dach eine Solaranlage, auch ein Quad und ein Schlauchboot dabei. Es ist unser Zuhause“, so das Paar. Gemeinsam wollen sie mit ihrem „Burli“ noch viel entdecken.
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