Die Liste Verantwortung Erde möchte eine wissenschaftliche Erhebung zur Situation in Villach umsetzen, da es in de Stadt an Betreuungs- und Hilfsangeboten fehle!
Fehlt es Villach an einem niederschwelligen Angebot für Obdachlose? An dieser Frage scheiden sich in der Draustadt die politischen Geister. Während Verantwortung Erde und Grüne ein Angebot, wie zum Beispiel die Notschlafstelle Eggerheim in Klagenfurt vermissen, wird in Villach auf das Konzept „Housing First“ gesetzt.
Dabei wird versucht, Obdachlose langfristig in eine eigene Wohnung zu vermitteln. Gekoppelt ist das Konzept mit einer Sozialbetreuung. Ursprünglich kommt der Ansatz aus der US-Sozialpolitik, wird bereits in Finnland und anderen europäischen Ländern mit Erfolg umgesetzt. Die Stadt selbst hat eine ganzjährige Hotline eingerichtet, bei der Obdachlosigkeit gemeldet werden können. Die Betroffenen werden dann mit dem Rettungsdienst abgeholt und bei Wunsch in einem Notschlafzimmer untergebracht.
Hier gibt es die Kritik, dass Hilfesuchende oft davor abschrecken oder gar nicht in der Lage sind einen solchen Anruf zu tätigen. Für Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre gibt es eine eigene Notschlafstelle. Für eine kurzzeitige Unterbringung werden Notzimmer angeboten.
Auf Nachfrage bei der Stadt gäbe es derzeit keine Bürger, die von Obdachlosigkeit betroffen sind. „Wir haben valide Daten und wirkungsvolle Hilfsmaßnahmen mit professioneller, individueller Betreuung durch Sozialarbeiter“, so Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. Ein Anstieg der Obdachlosigkeit sei nicht zu beobachten gewesen.
Verantwortung Erde und Grüne wollen dennoch eine wissenschaftliche Studie und werden einen Dringlichkeitsantrag einbringen.
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