20 Jahre sind es her, dass es in der Hauptstadt binnen kurzer Zeit solche Schneemengen gab. Das führte vor allem auf Straßen zu Problemen.
Frau Holle war in der Nacht auf Freitag besonders fleißig. Rund 20 Zentimeter Neuschnee fielen – wie vom Wetterbericht vorausgesagt. Trotz der richtigen Prognose kam es vor allem in den Morgenstunden zum Schneechaos.
Während Autofahrer ihren Pkw erst einmal vom Schnee befreien mussten, mussten Öffi-Nutzer wieder viel Geduld mitbringen. Denn auf allen (!) Straßenbahn- und Buslinien gab es Verzögerungen. Der Grund: die aktuellen Witterungsbedingungen. Vor allem die Busse hatten es in der Früh schwer, blieben mitunter im Schnee stecken. Fahrgäste und Passanten packten sogar mit an, um einen Bus aus den Schneemassen zu befreien.
Mehr als 100 Einsätze in einer Nacht
Aber auch unter der Erde lief nicht alles rund, die U4 tuckerte im Frühverkehr nur dahin. Da half es auch nichts, dass über Nacht rund 200 Mitarbeiter der Wiener Linien mit 80 Streu- und Räumfahrzeugen im Einsatz waren.
Die Wiener Außenring Autobahn war in beiden Richtungen von 2.30 Uhr bis Freitagmittag auf gesamter Länge gesperrt. Obwohl 1400 Mitarbeiter mit 280 Fahrzeugen der MA48 versuchten, die Straßen und Gehwege der Stadt vom Schnee zu befreien.
Alle Hände voll zu tun hatte auch die Feuerwehr. Von abgebrochenen Ästen über Verkehrsunfälle bis zu Stromausfällen – mehr als 100 Einsätze verzeichneten die Florianis alleine bis Freitagfrüh.
Des einen Leid, des anderen Freud‘
Von „Großkampftagen“ spricht auch die Hausbetreuung von Wiener Wohnen. In voller Personalstärke setze man alles daran, die Schneeräumung in den 1658 Wohnhausanlagen auf einer Fläche von 2,6 Millionen Quadratmetern sicherzustellen. 327 Mitarbeiter der Hausbetreuung waren im Dienst, zusätzlich wurden 10 Fremdfirmen beauftragt.
Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud‘: Die Kinder waren bereits ab Mittag mit Rodel im Gepäck auf dem Weg zu den verschiedenen Rodelhügel in der Stadt – etwa am Cobenzl oder in der Prater Hauptallee.
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