Nach Angriffen im Iran
„Einsatzbereitschaft“: USA bestellen Bunkerbrecher
Nach dem Angriff auf unterirdische Atomanlagen im Iran bestellt das US-Militär wieder Nachschub der bunkerbrechenden Bomben. Das sei nötig, „um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen“, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.
Die US-Luftwaffe plant, die Bunkerbrecher beim Hersteller Boeing zu bestellen. Die genaue Zahl und der Wert des Auftrags waren zunächst unklar. Der mit einem GPS-System präzisionsgelenkte Bunkerbrecher ist rund sechs Meter lang und 13,6 Tonnen schwer. Aufgrund ihrer Dimensionen und des hohen Gewichts kann die Bombe nur von Tarnkappenbombern des Typs B-2 abgeworfen werden, über die ebenfalls nur das US-Militär verfügt.
Bei dem Einsatz im Iran vor etwa einem Dreivierteljahr wurden 14 der massiven Bomben abgeworfen, die meisten davon auf die besonders tief reichende Anlage Fordo. Es handelte sich um den ersten Kampfeinsatz der Bombe in der US-Geschichte. Diese wurde speziell für Ziele entwickelt, die tief unter Felsgestein, dicken Erdschichten oder Beton liegen. Mit der Wucht ihres eigenen Gewichts – beschleunigt durch einen Abwurf aus großer Höhe – rammt die tonnenschwere Bombe mit einer besonders gehärteten Spitze den Weg für ihre Sprengstoffladung frei. Die Detonation erfolgt dann erst in der Tiefe.
„Die Ummantelung des Sprengkopfs ist aus einer speziellen Hochleistungs-Stahllegierung hergestellt und das Design ermöglicht eine große Sprengladung unter Beibehaltung der Integrität der Bombe während des Einschlags“, heißt es in einem erklärenden Dokument des US-Militärs zur Funktionsweise. Es ist nicht bekannt, wie viele bunkerbrechende Bomben vom Typ GBU-57 das US-Militär hat. 2015 bestellte die Luftwaffe 20 Stück.
Im Juni 2025 griff Israels Militär den Iran an, die dortigen Streitkräfte reagierten mit Raketenbeschuss. Knapp eine Woche später schloss sich das Militär der Vereinigten Staaten dem Krieg an und bombardierte zentrale Atomanlagen. Nach zwölf Tagen endete die militärische Auseinandersetzung mit einer US-Waffenruhe. Derzeit laufen wieder Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit einem militärischen Eingreifen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.









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