Mitarbeiter betroffen

Radioaktiver Müll in Wien: Spezialeinheit vor Ort

Wien
09.02.2026 16:33

Verdacht auf radioaktives Nuklid in einem Entsorgungsbetrieb in Wien-Liesing: Zwei Mitarbeiter sind nach Kontakt mit einem Objekt im Spital, Feuerwehr und Spezialisten waren im Großeinsatz. Auch in Graz gab es Hinweise auf einen ähnlichen Vorfall. Am späten Nachmittag gab die Polizei dort jedoch Entwarnung.

Montagvormittag, kurz nach 10.30 Uhr, herrschte in einem Entsorgungsbetrieb in Wien-Liesing plötzlich Ausnahmezustand. Bei einer standardmäßigen Kontrolle eines angelieferten Gegenstands kam der Verdacht auf, dass radioaktives Material an Bord sein könnte. 
Berufsfeuerwehr, Berufsrettung und Polizei wurden alarmiert. Innerhalb kurzer Zeit rückten Einsatzfahrzeuge an, das Firmengelände wurde abgesperrt. Feuerwehrkräfte begannen umgehend mit Messungen, um die Gefahr einschätzen zu können.

Verdächtiger Fund löst Großeinsatz aus
Die Geräte schlugen tatsächlich an. Es wurden geringe Strahlenwerte festgestellt. Ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien erklärte, man gehe „auf Nummer sicher“ und überlasse nichts dem Zufall.

Das Areal wurde großflächig abgesperrt
Das Areal wurde großflächig abgesperrt(Bild: Zwefo)
Großaufgebot der Einsatzkräfte in Wien-Liesing. Angaben zum radioaktiven Objekt machen die ...
Großaufgebot der Einsatzkräfte in Wien-Liesing. Angaben zum radioaktiven Objekt machen die Experten noch keine.(Bild: Zwefo)

Mitarbeiter im Spital, Ermittlungen laufen
Besonders heikel: Zwei Mitarbeiter hatten zuvor mit dem verdächtigen Gegenstand gearbeitet. Sie wurden umgehend der Berufsrettung übergeben und ins Hygienezentrum des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien gebracht. Dort erfolgte eine Dekontamination. Anschließend wurden beide zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Währenddessen blieb das Einsatzgebiet hermetisch abgeriegelt. Feuerwehr, Polizei und Rettung arbeiteten weiter Hand in Hand. Ziel war es, einen sicheren Zustand herzustellen und auszuschließen, dass sich noch weitere belastete Gegenstände am Gelände befinden.

Zur Herkunft oder Art des verdächtigen Objekts gibt es derzeit keine Angaben. Die Polizei führt Nachforschungen durch, unterstützt von gefahrstoffkundigen Spezialisten. Auch Experten der Seibersdorf-Labors sind eingebunden und setzen gemeinsam mit den Behörden die erforderlichen Maßnahmen.

Keine Gefahr für Anrainer
Entwarnung für Anrainer: Für Personen außerhalb des Betriebsgeländes bestand laut Einsatzkräften zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Die Messungen und Ermittlungen dauern an.

Großeinsatz auch in Graz
Auch in Graz bestand der Verdacht auf einen ähnlichen Vorfall, bei dem ein Transporter mit radioaktivem Material in Kontakt gekommen sein könnte. Am späten Nachmittag gab die Polizei jedoch Entwarnung: Der Verdacht bestätigte sich nicht. Mehrere Experten führten vor Ort umfangreiche Messungen durch. Die Straßensperren wurden inzwischen wieder aufgehoben.

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