Dreimal verpasste Sabine Payer in ihrer Karriere aus unterschiedlichen Gründen die Olympischen Spiele. In Livigno gibt sie mit 33 Jahren endlich das ersehnte Olympia-Debüt. Partner Alex Payer ist schon zum dritten Mal am Start, verzichtet auf Tipps für sein Herzblatt: „Sie weiß, was sie tut!“
Seit vielen Jahren stehen Alexander Payer und Sabine Payer gemeinsam am Snowboard, seit neun sind sie ein Paar – und seit 2024 sind die beiden Kärntner auch verheiratet. Doch etwas blieb dem ÖSV-Duo bisher verwehrt: die gemeinsame Olympia-Teilnahme! Währen Alex am Sonntag in Livigno bereits seinen dritten olympischen Parallel-Riesentorlauf am Snowboard bestreitet, wird es für „Bine“ mit 33 Jahren eine Premiere.
Hiobsbotschaft im letzten Moment
Denn die Drasendorferin und Olympia haben bislang nie zueinander gefunden. In Sotschi 2014 verpasste sie noch die interne ÖSV-Quali. Vier Jahre danach in Pyeongchang musste sie wenige Wochen vor der Reise nach Korea den Traum von Olympia mit einem kaputten Sprunggelenk abhaken. Vor vier Jahren in China war sie dem Debüt noch näher gewesen – vor Ort musste sie in Peking dann mit einer Covid-Erkrankung in Quarantäne, war gewzungen, die Bewerbe am Fernseher zu verfolgen.
Das gehört zu meiner Story einfach dazu, dass immer kurzfristig etwas schief gelaufen ist.
Sabine PAYER, Snowboard-Ass
„Das gehört zu meiner Story einfach dazu, dass immer kurzfristig etwas schief gelaufen ist. Aber jetzt ist alles viel entspannter als vor vier Jahren in China – damals hatten wir ja auch das Rennen am 8. Februar. Und da wusste ich so kurz davor schon, dass es eng wird“, erzählt Sabine, die vor einem Monat erneut einen Rückschlag hinnehmen musste, sich eine Knöchelprellung zuzog – bei 100 Prozent ist der Fuß immer noch nicht.
Kein Training am Tag vor dem Rennen
„Ich versuche die harten Schläge zu vermeiden. Im Rennen konnte ich das zuletzt gut ausblenden – da hilft auch der Fokus und das Adrenalin mit“, erzählt Sabine, die am Samstag gar nicht mehr aufs Snowboard stieg. „Neben der sportlichen Aktivierung mache ich mir am Vortag immer meine Nägel – das ist zu meinem Ritual geworden“, lacht Sabine.
Alex verzichtet auf Tipps, denn „Sabine weiß schon, was sie im Rennen tun muss“, zwinkert er. „Aber klar ist das hier alles größer als bei jeder Snowboard-WM. Die Anlage ist riesig, der halbe Ort ist durch Olympia geprägt – das übersieht man nicht. Aber: Man kann immer noch in Ruhe herumgehen und einen Kaffee trinken. Das Skigebiet ist auch normal geöffnet.“
Medaillenchancen dank „Bine“ und Fabi
Sportlich zählt „Bine“ am Sonntag klar zu den Medaillenkandidaten, hat heuer mit zwei Einzelsiegen in Cortina und Carezza schon gezeigt, dass sie nach ganz vorne fahren kann. Alex verpasste nach zwei sechsten Plätzen als Top-Resultate zuletzt zweimal die Quali für die Top 16.
Dafür ist Landsmann Fabian Obmann (29) ein heißes Eisen – er carvte zuletzt im Weltcup dreimal in Folge aufs Stockerl. Nur der Sieg fehlt ihm heuer noch. Die Villacherin Martina Ankele komplettiert das Kärntner Quartett. Nach starken Schneefällen in den letzten Tagen präsentierte sich die Piste beim Einfahren am Rennhang am Freitag eher weich.
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