Der teilstaatliche Energie- und Chemiekonzern OMV hat im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis von 4,6 Milliarden Euro erzielt – und damit um zehn Prozent weniger als im Vorjahr.
Unter dem Strich blieb ein den Aktionären zurechenbarer Überschuss von 1,9 Milliarden Euro, ein Rückgang um sieben Prozent. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor. Für das Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Ölpreis von rund 65 Dollar (55,08 Euro) und einer Produktion von knapp unter 300.000 Fass pro Tag.
Das CCS-Ergebnis (um Lagerhaltungseffekte bereinigtes Ergebnis) je Aktie vor Sondereffekten betrug im abgelaufenen Jahr 5,94 Euro. Die vorgeschlagene Ausschüttung von 4,40 Euro setzt sich aus einer regulären Dividende von 3,15 Euro und einer Sonderdividende von 1,25 Euro zusammen. Damit liegt die Dividende ungefähr auf dem Niveau der Analystenschätzungen, die im Vorfeld teils bei 4,45 Euro gelegen waren. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit belief sich auf 5,2 Mrd. Euro (minus vier Prozent).
Gemischtes Ergebnis in den Sparten
In den einzelnen Sparten zeigte sich ein gemischtes Bild: Während das Ergebnis im Bereich Energy (Exploration & Produktion) aufgrund negativer Markteffekte auf 2,7 Mrd. Euro zurückging, legte der Bereich Fuels (Kraftstoffe) auf 1,1 Mrd. Euro zu. Hier profitierte die OMV von einem stärkeren Marktumfeld sowie besseren Beiträgen aus dem Handel und der Raffinerie-Beteiligung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch das Chemiegeschäft (Chemicals) konnte das operative Ergebnis auf 784 Mio. Euro steigern, was vor allem durch die Umgliederung der Tochter Borealis und verbesserte Margen beeinflusst wurde. Der Konzernumsatz aus den fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 24,3 Mrd. Euro, ein Rückgang um sieben Prozent.
Konzernchef Alfred Stern betonte am Mittwoch laut Mitteilung die Robustheit des integrierten Geschäftsmodells in einem „sehr herausfordernden Marktumfeld“. Als wichtigen strategischen Meilenstein nannte er die fortgeschrittene Formierung der „Borouge Group International“ (BGI) gemeinsam mit dem Partner und Kernaktionär ADNOC. Am österreichischen Standort Schwechat wurde zudem die ReOil-Anlage in Betrieb genommen, im niederösterreichischen Bruck an der Leitha befindet sich ein 140-Megawatt-Elektrolyseur für Wasserstoff in Bau.
Vorsichtige Prognose für 2026
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich die OMV vorsichtig. Der Konzern erwartet einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund 65 US-Dollar pro Barrel. Die eigene Produktion von Öl und Gas wird voraussichtlich leicht unter der Marke von 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (kboe/d) liegen – dies jedoch unter der Voraussetzung, dass die Geschäftstätigkeit in Libyen ohne Einschränkungen verläuft. Zuletzt war die Produktion im vierten Quartal 2025 bereits auf 300.000 Fass gesunken. Die geplanten organischen Investitionen beziffert das Unternehmen für 2026 mit rund 3,2 Mrd. Euro.
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