Kaum zu glauben, aber wahr: In Vorarlberg schrillte im vergangenen Jahr im Durchschnitt 15 Mal am Tag der Feueralarm. Nicht bei jedem Einsatz geht es um ein Feuer, die Florianijünger müssen auch oft zu technischen Einsätzen ausrücken.
Gut zu tun hatten die Vorarlberger Feuerwehrleute im vergangenen Jahr, sie mussten insgesamt 5511 Mal ausrücken (um 133 Mal weniger als im Jahr zuvor). In 40 Prozent der Fälle handelte es sich um Brände, der überwiegende Teil entfällt auf technische Einsätze. 15 Mal pro Tag läutete im vergangenen Jahr im Schnitt der Alarm für die 6748 freiwilligen Feuerwehrleute. Diese leisten Enormes, nämlich Arbeit im Wert von rund 3,7 Millionen Euro (berechnet mit einem Stundenlohn von 40 Euro). Pro Einsatz sind im Durchschnitt 13 Freiwillige beteiligt.
Belastende Situationen
Immer wieder müssen die Feuerwehrleute auch mit tragischen Momenten umgehen können. So kam es am 7. wie auch am 9. August vergangenen Jahres zu einem Wohnungsbrand, bei dem jeweils ein Todesopfer zu beklagen war. „Diese Tatsache schmerzt alle Feuerwehrleute sehr, konnten sie doch trotz raschem und oft gefährlichem Einsatz leider nicht mehr helfen. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Familien und den Angehörigen der Brandopfer“, heißt es dazu im gerade publizierten Jahresbericht des Landesverbands.
Über 300 Einsatzkräfte vor Ort
Ebenfalls am 7. August kam es zudem bei dem Entsorgungsunternehmen Loacker in Götzis zu einem Großbrand in der Papiersortierhalle. Über 300 Einsatzkräfte und zwölf Feuerwehren waren dort im Einsatz, um die Flammen zu ersticken.
Und gleich drei Wohnungsbrände galt es am 19. August in Lauterach zu löschen: Aufgrund der dichten Bauweise und der rasanten Brandausbreitung griffen die Flammen innerhalb kürzester Zeit auf benachbarte Objekte über. Bei diesem Einsatz konnten glücklicherweise zwei Personen und zehn Tiere gerettet werden. „Ich bin froh und dankbar dafür, dass sich unsere Feuerwehrleute durch fortlaufende Aus- und Weiterbildung im Feuerwehrausbildungszentrum in Feldkirch auf derartige Brandereignisse vorbereiten“, zieht Landesfeuerwehrinspektor Herbert Österle eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr.
Auch heuer waren die Florianis schon sehr gefragt, etwa bei den beiden Großbränden in Werkstatthallen in Lustenau.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.