Laut der Landesstelle für Statistik waren zum 31. Dezember in Vorarlberg 412.647 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Das Bevölkerungswachstum hat sich somit stark verlangsamt – was vor allem an der rückläufigen Zuwanderung liegt.
Die Zeiten des dynamischen Bevölkerungswachstums scheinen vorerst vorbei zu sein. Innerhalb von zehn Jahren hat die Vorarlberger Landesbevölkerung um immerhin fast 27.700 Personen zugenommen, im Vorjahr betrug der Anstieg aber gerade einmal 0,1 Prozent, das sind 531 Personen. Das Wachstum war damit so gering wie seit 30 Jahren nicht mehr.
86.900 Ausländer aus 156 Nationen
Die Bevölkerungsentwicklung wird neben der Geburtenbilanz (Saldo aus Geburten minus Sterbefälle) durch die Wanderungsbilanz (Saldo aus Zuzügen minus Wegzüge) bestimmt. Auffallend ist, dass der Faktor Zuwanderung im Jahr 2025 nur mehr zu 32,2 Prozent, der Geburtenüberschuss hingegen zu 67,8 Prozent zum Bevölkerungswachstum beigetragen hat. Insgesamt leben etwa 86.900 Ausländerinnen und Ausländer aus über 156 unterschiedlichen Nationen in Vorarlberg. Ihr Anteil an der Wohnbevölkerung liegt bei 21,1 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die größte ausländische Bevölkerungsgruppe bilden 43.367 EU-Bürger, wovon fast die Hälfte (20.794) Deutsche sind.
Deutlich mehr Senioren als Kinder im Ländle
Die Vorarlberger Bevölkerung setzt sich aus 207.448 Frauen und 205.199 Männern zusammen, woraus sich eine Geschlechterproportion von 989 Männern auf 1000 Frauen ergibt. Der Kinderanteil (Bevölkerung unter 15 Jahren) beträgt 15,5 Prozent, der Anteil der Personen im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren liegt bei 65,1 Prozent. Seniorinnen und Senioren (ab 65 Jahren) machen 19,4 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.
Boomregionen Rheintal und Bregenzerwald
In Hinblick auf die Zunahme verbucht das Rheintal, wo 771 Personen mehr gemeldet wurden, das größte Wachstum. Ebenfalls überproportional stark gewachsen ist die Bevölkerung im Bregenzerwald (plus 104 Personen) – in allen anderen Landesregionen ist die Bevölkerungszahl hingegen leicht rückläufig.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.