Während das Kennedy-Center in Washington unter dem neuen Namen „The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ weiter für Aufregung sorgt, bereiten sich die Wiener Philharmoniker unbeirrt auf ihren Auftritt im März vor. Das Orchester begründet gegenüber der „Krone“ seine Entscheidung.
Die Musiker betonen, dass ihr Konzert im Kennedy-Center seit vielen Jahren geplant sei und auf einem bereits unterzeichneten Vertrag beruhe, den sie erfüllen wollen.
Sie treten „im Rahmen einer USA-Tournee und anlässlich des 250-Jahr-Jubiläums der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika auch in der Hauptstadt, in Washington DC“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Die Konzerte dieser Tournee verstehen sie als „musikalischen Gruß Österreichs an alle Menschen, die Musik lieben.“
Viele Künstler sagten Auftritte schon ab
Die Umbenennung des Hauses im Dezember 2025 in „The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ hatte in der Kulturszene für Aufsehen gesorgt. Trump hatte das Board of Trustees neu zusammengesetzt, demokratische Mitglieder ausgeschlossen und sich selbst zum Vorsitzenden ernannt.
Philharmoniker setzen auf verbindendes Element
Viele Künstlerinnen und Künstler sagten ihre Auftritte ab – darunter Béla Fleck, Stephen Schwartz und die Martha Graham Dance Company – und begründeten dies explizit mit der Namensänderung.
Trotz der politischen Spannungen wollen die Wiener Philharmoniker mit ihrem Auftritt zeigen, dass Musik verbindend wirken kann. Sie setzen auf ihr Publikum und die Freude an klassischer Musik – jenseits von politischen Auseinandersetzungen.
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