Es ist ein Trend, der immer mehr Gastronomen erreicht: Wer einen Tisch reserviert und dann doch nicht erscheint, wird zur Kasse gebeten. Was früher ein Kavaliersdelikt war, kostet heute oft ordentlich Geld. Beträge bis 50 Euro pro Person sind keine Seltenheit mehr. Sind diese Gebühren für Sie gerechtfertigt?
Pro: Entlastung für Wirte
Aus Sicht der Gastronomen ist die Lage klar: Ein leerer Tisch bedeutet herbe Verluste. Personal ist eingeteilt, Lebensmittel sind eingekauft und andere Gäste, die gerne gekommen wären, mussten weggeschickt werden. „Dieses Problem macht der ganzen Branche zu schaffen“, so der Tenor vieler Branchenvertreter. Besonders in Zeiten von Personalmangel und Teuerung könne man es sich schlicht nicht mehr leisten, auf den Kosten sitzen zu bleiben.
Contra: Das Leben ist nicht immer planbar
Auf der anderen Seite steht der Gast: Ein krankes Kind, ein wichtiger Termin, der länger dauert, oder schlicht ein Stau – das Leben ist nicht immer planbar. Viele empfinden die Gebühren als „Strafzahlungen“ und fühlen sich abgeschreckt. Wer will schon beim Buchen eines netten Abendessens bereits die Kreditkartendaten hinterlegen und das Risiko eingehen, für ein Essen zu bezahlen, das man nie genossen hat?
Ihre Meinung zählt
Ist es das gute Recht der Wirte, sich gegen Umsatzausfälle abzusichern? Oder ist dieser Trend der „Tod der Spontanität“ und vertreibt am Ende die treuen Gäste? Schreiben Sie uns unten im Kommentarbereich Ihre Erfahrungen zum Thema!
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