Nach langem Prozess

Lebenslang für Mörder von Japans Ex-Premier Abe

Ausland
21.01.2026 10:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mehr als drei Jahre nach der Ermordung des japanischen Ex-Regierungschefs Shinzō Abe ist das Urteil über den Täter gefallen. Tetsuya Yamagami wurde von einem japanischen Gericht für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Yamagami hatte den Mord bereits im Oktober 2025 gestanden, als der Prozess nach mehreren Verzögerungen endlich begann. Der jetzt 45-Jährige hatte am 8. Juli 2022 Abe bei einem Wahlkampfauftritt in der westjapanischen Großstadt Nara mit einer selbstgebastelten Waffe niedergeschossen. Wenige Stunden später wurde der 67-Jährige im Krankenhaus für tot erklärt.

Machte Abe für Ruin der Mutter verantwortlich
Yamagami soll Abe laut japanischen Medien ins Visier genommen haben, weil er den Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) mit der als Moon-Sekte bekannten Vereinigungskirche in Verbindung brachte, die er für finanzielle Schwierigkeiten seiner Familie verantwortlich macht. Seine Mutter hatte als Beweis ihres Glaubens etwa 100 Millionen Yen (damals umgerechnet etwa eine Million Dollar) an die Kirche gespendet.

Sekte mit Regierungspartei verbandelt
Nach Abes Ermordung hatten Ermittlungen zu einer Reihe von Enthüllungen über enge Verbindungen zwischen der Kirche und vielen konservativen Abgeordneten der regierenden LDP geführt – vier Minister traten zurück. Der Mord an Abe erschütterte Japan. Waffengewalt ist in Japan äußerst selten. In dem ostasiatischen Inselstaat gelten strikte Waffengesetze.

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