Grätzl im Wandel

Leere Auslagen: Was ist los am Margaretenplatz?

Wien
21.01.2026 06:00
Porträt von Wien Krone
Von Wien Krone

Der Margaretenplatz soll eigentlich neugestaltet werden. Bisher zeigt sich dort allerdings ein anderes Bild: traditionelle Lokale und Geschäfte schließen reihenweise ihre Pforten. Der Bezirksvorsteher verweist auf laufende Gespräche.

Wer dieser Tage am Margaretenplatz vorbeispaziert und in Auslagen lugt, der wird nicht viel finden. Zwar wagen sich Sonnenanbeter bei Schönwetter auch im Winter mit Kaffee vom Café Karl auf die Bänke, der Ausblick ist allerdings wenig begeisternd.

Denn rund um das Margartenplatz-Grätzel stehen gleich mehrere Geschäftsflächenleer. Im Sommer 2025 schloss da etwa die bekannte Gelateria Marcello ihre Türen. Fährt man die Margaretenstraße weiter Richtung 4. Bezirk fallen einem weitere leere Trafiken oder ehemalige Geschäfte ins Auge.

Schon bei einer Bürger-Beteiligung im März 2025 hatten sich die Margaretener die Bekämpfung des Leerstandes im Bezirk gewünscht. Das hat seither augenscheinlich nicht allzu gut funktioniert.

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Als Bezirksvorsteher war ich bereits mit einigen Interessierten für diverse Geschäftsflächen in Kontakt und sie haben mir ihre Ideen und Konzepte vorgestellt.

Grünen-Bezirkschef Michael Luxenberger

Markt und Bücherschrank „beleben“
Auf „Krone“-Nachfrage beim Grünen-Bezirksvorsteher Michael Luxenberger, der zum Zeitpunkt der Beteiligung im Übrigen noch nicht im Amt war, heißt es: „Dass in der Umgebung des Margaretenplatzes aktuell Geschäftsflächen leer stehen, sollte eine Übergangserscheinung sei“.

Er sei mit einigen Interessierten in Kontakt, die ihm Ideen und Konzepte vorgestellt hätten. Den Leerstand wolle er generell reduzieren, sagt er. Er sei auch in regelmäßigem Austausch mit der Wirtschaftsagentur Wien, versichert der Bezirkschef.

Die Gelateria Marcello schloss mit vergangenem Sommer
Die Gelateria Marcello schloss mit vergangenem Sommer(Bild: Martin A. Jöchl)
45 Jahre lang war das Café Romoe Fixpunkt im Grätzl
45 Jahre lang war das Café Romoe Fixpunkt im Grätzl(Bild: Martin A. Jöchl)
„Vorübergehend geschlossen“ steht in der Auslage
„Vorübergehend geschlossen“ steht in der Auslage(Bild: Martin A. Jöchl)
An jenem Dienstagvormittag war wenig los am Margaretenplatz
An jenem Dienstagvormittag war wenig los am Margaretenplatz(Bild: Martin A. Jöchl)

Bis dahin werde der Margaretenplatz von einem wöchentlichen Markt und dem Bücherschrank, der im November eröffnet wurde, belebt, sagt er. Luxenberger will den Margaretenplatz 2026 übrigens neugestalten. Aktuell spießt es sich aber noch an der Finanzierung.

Abschied von Stammlokal
Wehmütig zeigen sich einstweilen die Fans der nunmehr geschlossenen Lokale. Auf Facebook findet man den ein oder anderen sehnsüchtigen Beitrag über das seit Dezember geschlossene Café Romeo. 45 Jahre lang war das Lokal Fixpunkt für Beislgeher im Bezirk.

„All die guten Bars sind dahin in Margareten, viel haben wir nicht mehr“, schriebt da etwa ein Anrainer. Wie es dort weitergeht, ist unklar. So auch beim Bandagisten nebenan. „Vorübergehend geschlossen“, steht da in der Auslage.

Erst eingezogen, nun wieder weg 
Gute Nachrichten gibt es zumindest auf der Pilgramgasse. Dort hatte das Grey Kaffee erst Anfang 2025 einen zweiten Standort aufgemacht, nur um ihn wenige Monate später wieder zu schließen. Das Lokal sei zu groß gewesen, erklärt Inhaber Dominik Geistberger.

So wie auch beim Standort im 17. Bezirk will man sich nur auf Kaffee und Cornetto mit wenig Tischen fokussieren. Hier soll aber künftig ein anderes Kaffeehaus einziehen, verrät er. Details lässt er allerdings offen. 

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