Ex-Basketball-Profi Joey Vickery hat seine Karriere längst beendet – den Sport aber nie verlassen. Mit 58 Jahren ist der Wahl-Mattersburger immer noch in vier Disziplinen aktiv und denkt dabei noch lange nicht ans Aufhören.
Ruhestand? Für Joey Vickery ein Fremdwort. Der Kanadier blickt auf eine unglaubliche Laufbahn als Basketballer zurück. Fast noch bemerkenswerter ist aber das, was danach kam. Denn sportlich ist der Mattersburger gefühlt im Dauerbetrieb – sein Herz schlägt weiterhin für den Sport und seine Leidenschaft scheint kein Ablaufdatum zu kennen. Auch nach dem Karriereende steht er mit den Rocks in der Halle, wirft Korb um Korb. Nebenbei ist er Teil des Eishockey-Teams der Eisenstadt Raptors, schlägt Homeruns bei den Crazy Geese Rohrbach und ist im Tennis beim UTC Mattersburg für seine gefinkelten Stoppbälle bekannt. Ein echter Sport-Workaholic sozusagen...
Bis heute unvergessen
Dabei begann alles weit weg. Mit 28 Jahren wagte Vickery den Sprung von Kanada nach Europa. Eine Entscheidung, die selbst in seinem Umfeld für Staunen sorgte. „Meine Freunde fragten mich damals, wo Litauen überhaupt liegt und was ich dort wolle“, schmunzelt er. Von seinem Weg war Joey aber von Anfang an überzeugt. Dort stellte er prompt einen bis heute gültigen Rekord für die meisten Drei-Punkte-Würfe in einem Spiel auf. Es folgten Stationen in Spanien und Frankreich, ehe es den Weltenbummler 2001 erstmals nach Österreich zu den Mattersburg 49ers zog – Cupsieg inklusive. Damit bleibt er bis heute unvergessen.
Auch privat fand er hier sein Glück – seine Frau. Im Burgenland schlug er seine Wurzeln, was ihn nach Jahren im Ausland wieder nach Österreich führte. Mit zarten 52 Jahren beendete der Kanadier seine Karriere bei den Rocks und ist heute Teil der Hall-of-Fame in seiner Heimat. Aufgehört hat er dennoch nie. „Sport war immer ein Teil meines Lebens. Ich spiele seit ich ein kleines Kind bin. Es hilft dir körperlich und auch mental in Form zu bleiben“, so der zweifache Vater. Der trotz Familie Platz findet, um seine vier Hobbys unterzubringen. „Es ist immer Zeit für meine Leidenschaft – auch meine Kinder sind sportlich. Da bin ich oft mit ihnen unterwegs.“
Nie den Spaß verloren
Er ist sich aber auch bewusst, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, mit 58 Jahren noch auf unterschiedlichsten Plätzen zu stehen. „Ich sage immer wieder, ich hoffe auch nächste Saison weitermachen zu können. Aber ich weiß, wie schnell es vorbei sein kann“, weiß die Sportlegende, die nach einem einfachen Motto lebt: Spiele, solange du kannst, und verliere dabei nie den Spaß. Der hauptberufliche Lehrer einer Waldorfschule in Eisenstadt fühlt sich aber sichtlich wohl in seiner Wahlheimat.
Heimweh nach Kanada kennt er durchaus – aber: „Ich habe keine Zeit heimzukehren, ich habe ja Spiele zu absolvieren“, lacht Vickery. Ein Satz, der perfekt zu ihm passt. Tobi Frank
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