Reform soll kommen

So will Stadtvize nun die Kindergärten umkrempeln

Wien
19.01.2026 11:30

„Kindergarten neu denken“: Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) geht jetzt in die Offensive und kündigte umfassende Reformpläne für die Kindergärten in Wien an. Das Ziel: ein zeitgemäßes System mit weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Kinder

Mit einer Grundsatzrede unter dem Titel „Elementarbildung- Kindergarten neu denken“ gab Emmerling am Montag im Education Lab auf der Wieden den Startschuss für eine umfassende Reform der Wiener Kindergartenlandschaft.

Ihr Ziel: weniger Bürokratie, mehr Qualität – und vor allem mehr Wertschätzung für jene Menschen, die täglich mit Kindern arbeiten. „Der Kindergarten ist die erste und wichtigste Bildungseinrichtung“, betonte die Stadtvize gleich zu Beginn. Dieses Bewusstsein müsse endlich auch in den Strukturen, Rahmenbedingungen und im gesellschaftlichen Stellenwert ankommen.

Emmerling mit ihrem Vorgänger: Christoph Wiederkehr, Bildungsminister und Neos Wien-Chef. Im ...
Emmerling mit ihrem Vorgänger: Christoph Wiederkehr, Bildungsminister und Neos Wien-Chef. Im März 2025 übernahm sie seine Agenden und wurde plötzlich Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl(Bild: Martin A. Jöchl)

Um den Kindergarten zukunftsfit zu machen, soll deshalb im März 2026 der Reformprozess „Kindergarten neu denken“ starten. Ein zentrales Element dabei ist eine breite Umfrage unter Elementarpädagogen, Assistenten und den pädagogischen Leitungen. Sie soll klären, was die Menschen im Kindergarten wirklich brauchen.

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Pädagogen leiden unter einer hohen Belastung – nicht nur, aber auch wegen dem Personalmangel. Dabei muss der Kindergarten heute viel mehr leisten.

Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos)

Kernpunkte der Reform sind unter anderem ein neuer Bildungsplan, der die pädagogische Arbeit klar definiert, sowie eine Konzeptionswoche, die Raum für Teambuilding, Reflexion und gute Vorbereitung bietet. Gleichzeitig sollen die Pädagogen künftig von administrativen Aufgaben entlastet werden, damit sie wieder mehr Zeit bei den Kindern verbringen können, heißt es.

Breite Kritik gab es zuletzt auch am Förderwesen der Stadt. Viele Kindergartenvereine sind mit den Fördermitteln missbräuchlich umgegangen, wie ein Bericht des Stadtrechnungshofes aufdeckte. Stichwort: Privatflüge und Luxusessen. Das Fördersystem soll daher modernisiert und komplett neu werden, so Emmerling. Missbrauch von Fördermitteln soll so verhindert werden – unter anderem durch KI-gestützte Prüfungen für Träger, die Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkennen sollen. 

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