Bei Migranten-Razzia

Wirbel um „Nazi-Outfit“ von ICE-Kommandant

Ausland
18.01.2026 15:04

Nach dem Tod einer unbewaffneten Autolenkerin während eines Einsatzes der US-Einwanderungspolizei ICE kommt die Stadt Minneapolis weiterhin nicht zur Ruhe. Nun hat ein hochrangiger Einsatzleiter mit seinem Auftritt noch mehr Öl in die aufgeheizte Stimmung gegossen. Sein Outfit erinnerte nämlich viele an die Uniformen der SS.

Die Aufnahmen verbreiteten sich in den sozialen Medien in Windeseile: Gregory Bovino, der eigentlich bisher Einsätze des Grenzschutzes geleitet hatte und unter der Trump-Regierung zum „Oberkommandanten“ der ICE ernannt worden war, marschierte am Samstag inmitten einer weitgehend vermummten und schwer bewaffneten Menge an Bundespolizisten durch die Straßen von Minneapolis. Mit grimmiger Miene gab er immer wieder Befehle an seine vorwiegend vermummten Untergebenen und herrschte auch die lauthals protestierenden Menschen an, den Weg freizumachen (siehe Video unten).

Bovino trug keine Schutzausrüstung oder Sturmhaube, dafür als einziger einen knielangen grünen Wintermantel mit langem, strengem Schnitt, zwei Knopfreihen und einen nicht um den Hals gewickelten schwarzen Schal. Auf dem geöffneten Mantel waren Abzeichen seiner Einheit zu sehen. Zahlreiche User, die die Videos und Bilder kommentierten, wiesen auf eine Ähnlichkeit zu den Mänteln der SS während des Zweiten Weltkrieges hin.

„Geschichte wiederholt sich“
„Absolute Gestapo“, lautete ein Kommentar. „Seine Optik und seine Taten widersprechen den Werten eines demokratischen Amerikas“, hieß es an anderer Stelle. Es wurde auch bedauert: „Die Geschichte wiederholt sich.“

Wütende Menge schrie: „Verpi**t euch!“
Die wütenden Bewohner von Minneapolis ließen sich allerdings nicht so recht von dem martialischen Auftreten beeindrucken und beschimpften die Bovino und seine Beamten als „Feiglinge“ und „Hühnerschei*e“, die sich „verpi**en“ sollten. Im Bundesstaat Minnesota, in dem auch Minneapolis liegt, gibt es schon länger Proteste gegen breit angelegte Razzien gegen Migranten ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Dabei geht ICE Berichten zufolge zum Teil mit übermäßiger Härte vor und nimmt auch US-Bürger ins Visier. Die umstrittenen Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.

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