Vier Kulturhighlights sagen bald leise Servus: von Dino-Giganten über Musical-Glamour bis zu Klimakunst und Kulinarik-Geschichte.
Wer noch sehen will, was Wien derzeit bewegt, sollte sich beeilen. Vier Ausstellungen und Produktionen stehen kurz vor dem Finale. Sie erzählen von Urzeit und Gegenwart, von Ekstase und Abgrund, von Fleisch als Kulturgut und von der Frage, wie wir den Klimawandel aufhalten können. Ein letzter Rundgang durch starke Bilder, große Emotionen und brennende Themen.
JURASSIC – The Immersive Experience
Dinosaurier übernehmen noch einmal (bis 8. Februar) das Kommando im Immersium:Wien. Für wenige Wochen erwachen die Giganten der Urzeit mithilfe modernster Projektionstechnik und dichter Klangwelten zum Leben. Besucher tauchen in prähistorische Landschaften ein, begegnen T-Rex, Brachiosaurus und Mosasaurus und werden Teil eines interaktiven Erlebnisses zwischen Wissensvermittlung und Staunen. Immersium-CEO Markus Beyr erklärt die Rückkehr mit der ungebrochenen Nachfrage. Die Schau richtet sich an Familien, Schulklassen und neugierige Erwachsene gleichermaßen.
CABARET – Volksoper Wien
Berlin am Ende der 1920er-Jahre: Die Nächte sind exzessiv, die Zukunft düster. Im Kit Kat Club wird gefeiert, geliebt und verdrängt, während der Nationalsozialismus immer bedrohlicher wird. Zwei Liebesgeschichten entfalten sich zwischen Glamour und Angst. John Kander und Fred Ebbs Musicalklassiker verbindet große Unterhaltung mit politischer Schärfe. Gil Mehmerts Inszenierung genießt Kultstatus, das Ensemble um Ruth Brauer-Kvam und Bettina Mönch sorgt für starke, berührende Abende. Nur mehr bis 30. Jänner.
FLEISCH – Wien Museum
Fleisch ist mehr als ein Lebensmittel – es ist Kulturgut, Statussymbol und gesellschaftlicher Zankapfel. Die Ausstellung zeichnet Wiens besondere Beziehung zum Fleisch nach: vom mittelalterlichen Rinderhandel über die Schlachthallen von St. Marx bis zu frühen vegetarischen Bewegungen. Sie erzählt von verschwundenen Berufen, sozialen Unterschieden und verknüpft historische Entwicklungen mit aktuellen Fragen zu Klima, Tierwohl und Konsum. Eine sachliche, vielschichtige Schau mit hoher Aktualität. Noch bis 22. Februar.
GLOBAL WARMING – What Can We Do as Individuals?
Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien und der Universität Seoul setzen sich gemeinsam mit der Klimakrise auseinander. Aus intensiver Recherche und experimentellen Modellen entstanden 35 Plakate, die unkonventionelle Denkansätze sichtbar machen. Die Arbeiten verstehen sich als kreativer Dialog über kulturelle Grenzen hinweg und als Aufruf zu kollektivem Handeln. Parallel in Wien und Seoul gezeigt, erweitert die Ausstellung den Blick auf eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Noch bis 18. Jänner.
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