Eine Feuerwerksrakete soll den verheerenden Brand in der Silvesternacht in Traun entfacht haben. Der Dachstuhl eines Mehrparteienhauses brannte lichterloh, Menschen mussten ohne Hab und Gut ihre Wohnungen verlassen. Doch die Mieter können wieder zurück, einige wollen aber gar nicht mehr.
Nach Tagen der Ungewissheit gibt es nun für die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Traun erstmals gute Nachrichten in diesem Jahr. „Nach dem Großbrand in der Silvesternacht werden alle Wohnungen saniert. Ein paar werden relativ schnell wieder zu beziehen sein“, erklärt Bürgermeister Karl-Heinz Koll die nächsten Schritte. Das Gerücht, dass der Wohnkomplex überhaupt abgerissen werden könnte, sorgte in der Bevölkerung für viel Unruhe. „Ich hatte mehr als 380 Telefonate in den vergangenen drei Tagen“, so der Ortschef.
Rakete schlug auf Balkon ein
Wie berichtet, soll kurz nach Mitternacht eine Rakete auf einem Balkon im dritten Obergeschoss eingeschlagen sein. Von dort breiteten sich anschließend die Flammen auf das gesamte Dach aus. Was nicht durch das Feuer zerstört wurde, wurde spätestens durch das Löschwasser extrem in Mitleidenschaft gezogen. „Alle Familien mit Kleinkindern waren bei Brandausbruch zum Glück entweder auf Urlaub oder woanders auf Besuch und haben von dem Einsatz nichts mitbekommen“, schildert Koll.
Das betroffene Gebäude wird saniert. Ein paar Bewohner wollen gar nicht mehr zurück, weil der Brand für sie traumatisch war.

Karl-Heinz Koll, Bürgermeister Traun
Bild: Stadt Traun
Sanierung soll bald starten
Die restlichen rund 35 anwesenden Bewohner mussten teils im Pyjama und in Badeschlapfen in die Kälte flüchten. Wann sie tatsächlich wieder in ihre eigenen vier Wände zurückdürfen, ist noch nicht klar. Die Sanierung soll jedenfalls zeitnahe starten. „Für eine Familie haben wir am Mittwoch noch eine vorübergehende Wohnung gefunden. Es war jetzt aber keine einfache Zeit. Manche Familien sind mit sechs Kindern in einer kleinen Wohnung untergekommen“, weiß Koll.
Am Dienstag suchten viele Betroffene bei einer extra eingerichteten Kriseninterventionsstelle Rat und Hilfe. „Ein paar wollen gar nicht mehr in ihre Wohnung zurück, weil der Brand und der Einsatz zu traumatisch waren“, so der Bürgermeister.
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