14.04.2014 12:02 |

Nach Filmstudios

Auch US-Musikindustrie klagt gegen Kim Dotcom

Mit einer eigenen Schadenersatzklage gegen den ehemaligen MegaUpload-Betreiber Kim Dotcom hat sich die US-Musikindustrie den großen Hollywood-Studios angeschlossen. Der US-Branchenverband RIAA reichte im Namen von Warner Music, Universal Music, Sony Music Entertainment und Capitol Records die Zivilklage gegen Dotcom und seinen inzwischen eingestellten Online-Speicherdienst ein. Die Nutzer von MegaUpload seien "aktiv und mit Absicht" ermuntert worden, Raubkopien der beliebtesten Unterhaltungsangebote zu verbreiten, heißt es in der Klage.

Erst am vergangenen Montag hatte der US-Branchenverband MPAA im Namen von sechs großen Hollywood-Studios MegaUpload und seinen in Deutschland geborenen Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom auf Schadenersatz verklagt (siehe Infobox). Gegen den in Neuseeland wohnenden Dotcom läuft in den USA bereits ein Strafverfahren. Der Unternehmer wehrt sich derzeit gegen eine Auslieferung.

MegaUpload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal. Allerdings wurde die Plattform auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Die US-Behörden schlossen die Plattform.

Dotcom war Anfang 2012 nach einer spektakulären Razzia in seinem Anwesen in Neuseeland festgenommen worden. Später kam er gegen Kaution wieder auf freien Fuß, die Entscheidung über seine Auslieferung in die USA steht noch aus. Dort drohen ihm bei einer Verurteilung wegen Unterschlagung und umfangreicher Urheberrechtsverletzungen bis zu 20 Jahre Haft.

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