Während es sich bei der aktuellen Kältewelle viele Landsleute in den eigenen, warmen Wänden gemütlich machen, haben Obdachlose mit den Minustemperaturen zu kämpfen. Denn, wer in Linz bei den städtischen Notschlafstellen keinen Platz findet, muss die eisigen Nächte im Freien verbringen.
Minus 9 Grad zeigte das Thermometer in der Landeshauptstadt in der Nacht zum Montag an, und in den nächsten Tagen soll es ähnlich kalt bleiben. Für Obdachlose ist diese Kälte eine besondere Herausforderung. Mehrmals pro Woche besuchen Walter Kreische und das Team des Vereins „Obdachlosen Hilfsaktion“ Menschen, die in Linz auf der Straße leben. Mit dabei: Lebensmittel, warme Kleidung und Schuhe.
„Tee und Schlafsäcke besonders gefragt“
„Besonders begehrt sind im Winter heißer Tee und warme Schlafsäcke“, weiß Kreische. Er schätzt, dass in der Landeshauptstadt täglich rund 70 bis 130 Menschen auf der Straße leben „und wie ein Stück Vieh von der Stadt vor sich hergetrieben werden“. Denn immer wieder würden Schlafplätze wegfallen. So wurden zuletzt auf den Bänken des sanierten Busterminals Barrieren montiert, damit sich niemand hinlegen kann. Doch wo kommen die Obdachlosen dann unter?
59 städtische Notschlafbetten
„Jene, die nicht in den 59 städtischen Notschlafbetten Platz finden, suchen in Tiefgaragen oder Katakomben Schutz, oder sie sperren sich in Klos ein“, weiß Kreische. Die genauen Standorte will er nicht nennen – zu groß ist die Angst vor Vertreibung. Mit mehreren Schichten Kleidung, Thermounterwäsche, warmen Socken und Winterschlafsäcken würden sich die Obdachlosen gegen die Kälte wappnen. „Trotzdem sind momentan viele krank.“
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