Nach Bezügediskussion

Ärztekammer-Vize Mayer überstand Misstrauensantrag

Oberösterreich
11.12.2025 16:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Harald Mayer, hat einen gegen ihn gerichteten Misstrauensantrag überstanden. Eine Funktionärin der niederösterreichischen Kammer hatte den Antrag gestellt. Die Kritik war nach Berichten über hohe Bezüge Mayers aufgekommen.

Laut dem „Standard“ haben nur Vertreter der niederösterreichischen Kurie dem Antrag zugestimmt – er habe nur 18 der 109 Stimmen erhalten. Für eine Abwahl des 65-Jährigen, dessen Amtszeit in der Kammer Oberösterreich Ende des Jahres bzw. mit März auch in der ÖÄK ohnehin regulär enden würde, hätte es eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht.

Bezügedebatte sorgte für Kritik
Mayer, der auch Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich ist, soll laut einem Bericht des „Falter“ von Ende November über Jahre hinweg auf Gesamtbezüge (Gehalt plus Zahlungen aus beiden Kammern) von rund 26.000 Euro pro Monat gekommen sein. Für seine Dienstreisen von Schärding nach Wien bis zu zweimal pro Woche soll er ein Taxi statt den Zug genutzt haben.

Darum wurde der Antrag gestellt
Der Antrag wurde u.a. mit der Begründung gestellt, Mayers Verhalten sei geeignet, dem Image der Ärzte und ihrer Vertreter zu schaden. Der Präsident der niederösterreichischen Kammer, Harald Schlögel, hatte laut „Standard“ vorab dafür plädiert, „weiteren Schaden von der Kammer abzuwenden“ und zurückzutreten. „Die Zeit ist reif“, befand Schlögel.

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