„Mexikanerin“

„Ausgerechnet Alaska“-Star von ICE festgehalten

Society International
29.11.2025 12:20

Sie wurde durch die 90er Jahre Serie „Ausgerechnet Alaska“, die auch vom ORF gezeigt wurde, bekannt und hatte zuletzt eine Gastrolle in der Kultshow „The Last of US“. Dass Elaine Miles jetzt in Amerika Schlagzeilen macht, hat nichts mit Hollywood zu tun, sondern mit Washington

Genauer gesagt wurde die 65-Jährige jetzt von maskierten Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE an einer Bushaltestelle in Oregon festgenommen. Weil diese die amerikanische Ureinwohnerin für eine Mexikanerin hielten und ihren Stammes-Ausweis für gefälscht.

Die Schauspielerin hatte ihrer ohnmächtigen Wut über die „Hurensöhne“ und „rassistischen Fanatiker“ per Facebook-Posting Luft gemacht. Sie beschrieb, dass sie in der Kleinstadt Redmond auf dem Bus gewartet hatte, als plötzlich zwei schwarze SUVs vor ihr hielten. Vier Mitglieder der paramilitärischen ICE-Truppe sprangen heraus und verlangten, die Frau sich ausweist.

Ausweis nicht akzeptiert
Miles zeigte ihnen ihren Ausweis der „Konföderation von Stämmen des Umatilla Indianer-Reservats“ in Oregon. Dieser ist von der Bundesregierung wie ein Reisepass oder ein Personalausweis offiziell als Ausweis anerkannt. Die Reaktion der ICE-Beamten: „Sie sagten, ,das Ding ist Fake‘ und dass den jeder nachmachen könnte. Diese Hurensöhne haben mich krank und wütend gemacht.“ Miles habe sie angebrüllt: „Klinge ich vielleicht wie eine Mexikanerin, ihr rassistischen Fanatiker?“

Miles nahm dann ihr Handy aus der Tasche und kündigte an: „Ich werde jetzt die Registraturbehörde meines Stammes anrufen, die ihnen meine Identität bestätigen wird“, worauf ein ICE-Beamter versucht hätte, ihr das Handy aus der Hand zu reißen. Miles: „Der Typ war eindeutig Latino und ich habe zu ihm gesagt, ,Du bist eine Schande für deine Leute, für alle braunen Menschen‘“. Erst als ein fünfter Beamter vorbeikam und mit seinen Kollegen redete, ließen diese Miles wieder gehen.

Miles will nicht schweigen
Diese beschloss, den Vorfall öffentlich zu machen und die Behörde an den Pranger zu stellen: „Fuck ICE. Sie sollen Vergewaltiger, Schwerverbrecher, Räuber, Drogendealer und Sexsklaven-Händler verfolgen und keine Frauen, die auf den Bus warten!“

Das Heimatschutzministerium, dem die ICE-Behörden unterstehen, hat sich trotz Medienanfragen bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

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