Nächster Tiefschlag

USA: Trump droht BBC mit Milliarden-Klage

Ausland
10.11.2025 17:53

Nach der Ausstrahlung eines Zusammenschnitts aus einer Trump-Rede in der BBC ist am Sonntag bereits deren Generaldirektor, sowie Nachrichtenchefin zurückgetreten. Jetzt kommt der nächste Tiefschlag seitens Donald Trump: Er verklagt den Sender über eine gewaltige Summe Geld.

Vor dem Hintergrund der umstrittenen Dokumentation der britischen BBC über Donald Trump droht der US-Präsident dem Sender mit einer Klage über eine Milliarde Dollar (890 Millionen Euro), wie die BBC und mehrere US-Medien unter Berufung auf einen Brief von Trumps Anwälten berichten. 

Trump fordert Entschuldigung
In dem Brief wird den Berichten zufolge gefordert, dass die BBC die vor der US-Wahl im November 2024 gezeigte Dokumentation und alle „falschen, verleumderischen“ Aussagen über Trump bis zum Freitag (14. November) zurücknimmt. Zudem wird eine Entschuldigung und Entschädigung Trumps gefordert. Komme die BBC den Forderungen nicht nach, drohe eine Klage in Höhe von „mindestens“ einer Milliarde US-Dollar (umgerechnet mehr als 860 Millionen Euro), heißt es weiter.

Gewaltige Vorwürfe
Die Dokumentation „Trump: Eine zweite Chance?“ war eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 ausgestrahlt worden. In dem Beitrag für die Sendung „Panorama“ waren Ausschnitte aus einer Rede, die Trump am 6. Jänner 2021 vor der Erstürmung des Kapitols in Washington gehalten hatte, zusammengeschnitten worden. Durch die Montage wurde der Eindruck erweckt, Trump habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf den Sitz des US-Kongresses aufgerufen.

Generaldirektor trat nach Vorwürfen zurück
Am Sonntag hatten BBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness nach Kritik an der irreführenden Bearbeitung der Trump-Rede ihren Rücktritt bekannt gegeben. Der „Daily Telegraph“ hatte zuvor berichtet, dass ein externer Berater des BBC-Gremiums für redaktionelle Standards im Sommer erstmals Bedenken geäußert habe.

Trump äußerte sich am Sonntag mit harten Worten zu der Sendung vom 6. Jänner.
Trump äußerte sich am Sonntag mit harten Worten zu der Sendung vom 6. Jänner.(Bild: TruthSocial/@realDonaldTrump)

Memo war Auslöser
Die Zeitung „The Telegraph“ hatte zuletzt über ein internes Memo berichtet, in dem Bedenken hinsichtlich der Unparteilichkeit bei der Berichterstattung der BBC geäußert wurden. Konkret geht es bei der Trump-Rede vom 6. Jänner 2021 darum, dass es durch den Zusammenschnitt so wirkt, als hätte der US-Präsident gesagt, er werde gemeinsam mit seinen Anhängern zum Kapitol gehen und bis zum Äußersten kämpfen. Am Tag dieser Rede hatten Anhänger von Trump den Parlamentssitz in Washington gewaltsam gestürmt.

In einem Schreiben entschuldigte sich am Montag BBC-Aufsichtsratschef Samir Shah für einen „Fehler in der Beurteilung“, den die BBC begangen habe.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt