Maite Kelly spricht offen über die Auswirkungen, die der Ruhm auf ihre Familie hatte.
Die Sängerin war gerade einmal dreizehn Jahre alt, als die Kelly Family 1994 mit „Over the Hump“ den großen Durchbruch schaffte. Das Album hielt sich 53 Wochen lang in den deutschen Top Ten. Im Interview mit der „Zeit“ erzählte Maite Kelly nun, wie dramatisch der musikalische Erfolg das Leben der Familie damals änderte.
„Business wurde ungesund für Familie“
„Unser Weg fing auf der Straße an, wir führten jahrelang in den USA und Europa ein Hippieleben, wir hatten kaum Geld, es war ein genügsames, einfaches Leben, und irgendwann wurde es ein Business. Ein sehr erfolgreiches Business“, schilderte sie. „Und irgendwann wurde dieses Business ungesund für die Familie.“
Mit ihrem ersten großen Hit-Album verdiente die Kelly Family Millionen. Doch der Ruhm brachte seine Fallstricke mit sich. Laut der 45-Jährigen gab es „eine Phase, in der das viele Geld nicht gut war für einige in meiner Familie“. Kelly erläuterte: „Das macht was mit dem Kopf. In dieser Zeit habe ich auch meinen Vater nicht wiedererkannt.“
Ruhm führte zu Streit
Rückblickend ist sie der Meinung, dass Dan Kelly „komplett überfordert“ war. „Er wollte unsere Unabhängigkeit erhalten, und gleichzeitig musste er sich mit gewaltigen kommerziellen Versuchungen auseinandersetzen. Er geriet an die falschen Leute, falsche Berater, es gab viel Streit in der Familie“, enthüllte die Musikerin.
„Der Größenwahn hat manche Menschen in meiner Familie mitgerissen.“ Auch ihr Vater sei davon nicht frei gewesen: „Ja, der Größenwahn hat auch ihn gepackt.“
„Innerer Kompass“ geht verloren
Besonders gefährlich am kommerziellen Erfolg sei die „Blase“, in der man gefangen sei. „Du lebst nur in Hotels, du bist ständig auf Reisen, es ist ein Leben out of Reality. Diese Parallelwelt birgt die Gefahr, dass man sich in einer Art eigenem Reich einrichtet, nur umringt von Menschen, die von dir bezahlt werden oder von dir profitieren“, erklärte Maite Kelly. So verliere man seinen „inneren Kompass“.
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