Schüler (6) drückte ab

Lehrerin erhält nach Schuss Millionenentschädigung

Ausland
07.11.2025 10:59

Am 6. Jänner 2023 wurde die amerikanische Lehrerin Abigail „Abby“ Zwerner von einem sechsjährigen Buben angeschossen, der mit einer 9-mm-Halbautomatik im Rucksack in die Schule gekommen war. Nun wurden ihr von einem US-Gericht rund zehn Millionen US-Dollar (knapp 8,7 Mio. Euro) Schadenersatz zugesprochen. 

Die Mutter des Sechsjährigen wurde nun wegen illegalen Waffenbesitzes, falscher Aussagen und Vernachlässigung ihres Kindes im Zusammenhang mit den Schüssen in einem Klassenzimmer der Richneck Elementary School in Newport (im Bundesstaat Virginia) zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Sie hat öffentlich erklärt, dass sie die Verantwortung für die Schüsse übernimmt.

Bub galt als gewalttätig
Ihr Sohn war im Vorfeld mehrmals unangenehm aufgefallen. Er wollte Mitschüler mit einem Gürtel schlagen, beschimpfte Schulpersonal und hatte eine Lehrerin gewürgt. In der Woche vor dem Schuss soll der gewalttätige Bub das Handy der damals 25-jährigen „Abby“ Zwerner zerstört haben – jene Frau, auf die er schließlich eine Waffe richtete.

Zum Zeitpunkt der Schüsse war die Schule mit Metalldetektoren ausgestattet, die nach dem ...
Zum Zeitpunkt der Schüsse war die Schule mit Metalldetektoren ausgestattet, die nach dem Zufallsprinzip zur Kontrolle der Schüler eingesetzt wurden.(Bild: AFP/Jay Paul / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Schüler mit dem Umbringen bedroht
Mehrere Mitarbeiter hatten gegenüber der Schulleitung schon seit Längerem die Befürchtung geäußert, dass der Sechsjährige eine Waffe mit sich führen könnte. Darunter auch Zwerner, die zuerst meldete, der Schüler habe gedroht, einen Mitschüler zu verprügeln.

Eine ihrer Kolleginnen meldete kurz darauf, der Bub habe einem Gleichaltrigen die Pistole gezeigt, diesem aber gedroht, er würde ihn umbringen, falls er dies melden würde.

Die ehemalige Lehrerin Abby Zwerner (28) erhob Klage gegen die stellvertretende Schulleiterin ...
Die ehemalige Lehrerin Abby Zwerner (28) erhob Klage gegen die stellvertretende Schulleiterin und warf ihr vor, Warnungen ignoriert zu haben.(Bild: AP/Stephen M. Katz /The Virginian-Pilot via AP)

Mutter: „Bub hat ADHS“
Schließlich zückte der Schüler laut der „New York Times“ tatsächlich eine 9-mm-Pistole und schoss mehrmals auf die Pädagogin. Als sie nach der Waffe greifen wollte, wurde sie an Hand und Brust verletzt. Die Eltern des Buben verteidigten ihren Sohn. Dieser habe zum Zeitpunkt der Tat an einer unbehandelten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gelitten.

Kugel noch immer im Brustkorb
Die heute 28-Jährige kann ihre linke Hand nicht mehr voll benutzen und hat den Lehrerberuf aufgegeben. Die Kugel verfehlte ihr Herz nur sehr knapp und steckt noch immer in ihrem Brustkorb fest.

Abigail „Abby“ Zwerner mit Mutter Julie (m.) und Schwester Hannah (r.)
Abigail „Abby“ Zwerner mit Mutter Julie (m.) und Schwester Hannah (r.)(Bild: AP/Kendall Warner)

Mutter des Buben sitzt Haft ab
Zwerner hatte ursprünglich 40 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert. In ihrer Aussage schilderte sie, sie habe in dem Moment geglaubt, sterben zu müssen. Nun muss sie sich mit „nur“ umgerechnet knapp 8,7 Millionen Euro Schadenersatz zufriedengeben.

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