Neues Schutz-Argument

So heimatverbunden sind Heringe beim Fortpflanzen

Wissen
03.11.2025 16:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Atlantische Hering hält es bei seiner Vermehrung demnach wie Zugvögel, Meeresschildkröten oder Lachse. Diese kehren ebenfalls Jahr für Jahr an die Orte ihrer Geburt zurück.

Die meisten Heringe der westlichen Ostsee schwimmen zum Laichen mit hoher Wahrscheinlichkeit genau in jene Buchten, Lagunen und Flussmündungen, in denen sie selbst schlüpften, belegt erstmals eine am Montag veröffentlichte Studie des Thünen-Instituts für Ostseefischerei in Braunschweig. Dazu zählt zum Beispiel der Greifswalder Bodden.

Für die Studie erstellten die Forschenden eine Art chemischen Fingerabdruck aus den Gehörsteinen der Fische und nahmen Genanalysen vor, um Herkunft und Fortpflanzungswanderungen der Tiere bestimmen zu können. Im Ergebnis kehren 56 bis 73 Prozent der Heringe zur Fortpflanzung in ihr Geburtsgebiet zurück. Die Forschenden sehen darin jedenfalls ein wichtiges Argument für den Schutz von Küstenlebensräumen.

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