„Oh mein Gott!“

Vulkan Taal bricht aus: Filipinos fliehen in Panik

Ausland
28.10.2025 10:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Vulkan Taal auf der philippinischen Insel Luzon gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Am Sonntag brach er aus. Fischer filmten die gewaltige Eruption – während sie eilig die Flucht antraten.

„Wir waren gerade im Taalsee angeln, als er plötzlich ausbrach. Er spuckte dunklen Rauch und große Felsbrocken“, schilderte Isaias Mabana. Er machte die Aufnahmen von dem Vulkanausbruch in der Provinz Batangas, rund 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Kollege von Isaias sein Boot losmacht, um dann schnell davonzufahren, während im Hintergrund der Vulkan Asche ausstößt. Zu hören ist, wie die verängstigte Gruppe schreit: „Los! Oh mein Gott!“

Drei Eruptionen verzeichnet
Die philippinischen Behörden verzeichneten am Sonntag drei kleinere Eruptionen: eine phreatische und zwei phreatomagmatische Ausbrüche, die zwischen einer und vier Minuten dauerten. Phreatische Eruptionen oder Dampfexplosionen treten auf, wenn Grundwasser oder Oberflächenwasser durch die Hitze von Magma oder heißen Gesteinen schnell verdampft wird, wodurch Dampf, Gas, Asche und Gesteinsbrocken entstehen. Bei phreatomagmatische Eruptionen kommt das Magma hingegen direkt mit Wasser in Kontakt. Auch hier werden Dampf, Gas, Asche und Gesteinsfragmente freigesetzt.

Rauchwolken in 2000 Metern Höhe
Die erste phreatomagmatische Eruption erzeugte Rauchwolken, die 1200 Meter über den Hauptkrater hinausreichten, während die zweite Rauchwolken erzeugte, die eine Höhe von mehr als 2000 Metern erreichten.

Das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie gab an, dass Taal 33 vulkanische Erdbeben verzeichnete, darunter zehn vulkanische Beben mit einer Dauer von zwei bis 298 Minuten. Taal befindet sich seit 2022 auf Alarmstufe 1, wodurch die Vulkaninsel zu einer permanenten Gefahrenzone geworden ist.

Die Philippinen sind ein Archipel mit mehr als 7000 Inseln innerhalb des pazifischen „Feuerrings“, wo die meisten Vulkanausbrüche und Erdbeben der Erde stattfinden.

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