Die heimliche Hymne

Lied-Denkmal erinnert am See an Mittergradnegger

Kärnten
26.10.2025 16:04

„Is schon still uman See...“: Die heimliche Hymne Kärntens aus der Feder von Günther Mittergradnegger erinnert seit Samstag als Steinkunstwerk in Velden an den Komponisten.

Er gilt als Erneuerer des Kärntnerliedes, hat aber auch viele moderne Kompositionen geschaffen und es gibt wohl keinen Kärntner, der noch nie eines seiner Lieder gesungen hat; beispielsweise „Is schon still uman See, hear de Ruadar schlågn und an Vogl im Rohr drin bei da Finstar klågn“. Günther Mittergradnegger (1923-1992) hat 1957 für die heimliche Kärntner Hymne die Melodie geschrieben, Gerhard Glawischnig (1906-1995) den Text verfasst. Glawischnig hat in den drei Strophen den Abschied von St. Veit, vom Kraigerberg, vom Glantal, vom Längsee verarbeitet, wurde er doch als Superintendent nach Villach berufen.

Längst ist die beliebte Weise zum Volkslied geworden. Diesem Lied und seinen Schöpfern wurde am Samstag im Strandpark in Velden um Ufer des Wörthersees ein Denkmal gesetzt. Die Idee dazu hatte Margit Heissenberger, die als Gründerin des Kärntner Doppelsextetts jede Melodie der Kärntner Liederschöpfer gesungen hat und als Gemeindevorständin dem Lied „Is schon still uman See“ am Wörthersee einen Platz geben wollte.

Der Madrigalchor Klagenfurt, 1948 von Günther Mittergradnegger gegründet und bis 1974 von ihm ...
Der Madrigalchor Klagenfurt, 1948 von Günther Mittergradnegger gegründet und bis 1974 von ihm geleitet, sang auf Konzertreisen in ganz Europa und Südamerika.(Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)

Hineinhören

Für das neue Lied-Denkmal wurde sogar eine Homepage eingerichtet, auf der auch eine Interpretation des Madrigalchores aus 1965 zu hören ist – dirigiert von Günther Mittergradnegger: www.guenthermittergradnegger.com/lieddenkmal

Die Marktgemeinde hat Günther Mittergradneggers Tochter Erika und ihrem Mann Robert Jung den Platz vor dem Schlosshotel angeboten; die Familie Jung-Mittergradnegger sollte die Projektentwicklung und die Finanzierung übernehmen.

Kunsthandwerker schufen Denkmal
Weil Günther Mittergradnegger in jungen Jahren begeisterter Kletterer war, sollte das Denkmal aus Serpentinit aus dem Großvenedigergebiet entstehen. „Der drei Tonnen schwere Stein, ein Lieblingsmühlstein aus unserem Hause und ein Violinschlüssel wurden zum Lied-Denkmal vereint“, so Robert Jung. Steinmetzmeister Helmut Cekoni-Hutter und die Schmiede Pirker/Paulitsch haben die Ideen der Familie Mittergradnegger-Jung und von Barbara Jung umgesetzt.

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