Manfred Waba

Regisseur bei Probe von der Bühne gestürzt

Burgenland
21.10.2025 05:59

Jäh unterbrochen ist die künstlerische Arbeit von Manfred Waba (65) – Fehltritt, Spital, Gipsbein! Doch das Theater „must go on“. Er hofft, beim, Weihnachtsmarkt in Schönbrunn dabei sein zu können.

„Ich hatte noch nie eine Operation im Spital. Das war jetzt meine erste“, sagte Regisseur und Bühnenbildner Manfred Waba, als er in einem Bett im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt lag. Mitten in den Proben für die Passionsspiele St. Margarethen, die 2026 das 100-Jahre-Jubiläum feiern, ist Samstagnachmittag im Steinbruch das Unglück geschehen. In einer tiefgründigen Szene mit Judas und Mirjam – ihr Name aus dem Hebräischen übertragen Maria Magdalena – gab Waba auf der oberen Bühnenebene mit Hingabe künstlerische Anweisungen an die Darsteller.

Mit Fersen aufgeprallt
Das restliche Ensemble, das im Auditorium das biblische Schauspiel mitverfolgte, zuckte entsetzt zusammen, als der Regisseur am Bühnenrand einen kleinen Schritt nach hinten machte, rückwärts fast drei Meter tief zu Boden stürzte und hart aufschlug. „Ich prallte mit den Fersen auf, dann warf es mich auf den Rücken“, erzählt Waba. Er habe sich zu sehr auf die Szenenarbeit konzentriert – Fehltritt!

Mit einem Beinbruch die Arbeit fortgesetzt
Trotz Schmerzen ging die Probe über eine Stunde lang weiter. „Ich dachte nicht, einen Knochenbruch erlitten zu habe“, verrät der 65-Jährige. Gegen Abend humpelte er ins Spital. Dann war es Gewissheit: Fraktur des Schienbeins über dem Sprunggelenk! „Die Knochen mussten mit zwei Nägeln fixiert werden. Jetzt trage ich sechs Wochen lang Gips“, sagt der Regisseur. Montagnachmittag durfte er heim nach Podersdorf.

Verschieben muss Waba seine Reise nächste Woche nach Mailand, um Kostüme für die Passionsspiele zu begutachten. „Das hole ich nach, wenn ich für ,Carmen’ im Dienste des Opernsommers Wien in diese Metropole der Lombardei fliege.“

Von dieser Bühne fiel Waba rückwärts zu Boden: Spital!
Von dieser Bühne fiel Waba rückwärts zu Boden: Spital!(Bild: Manfred Waba)

Schwere Verletzung durchkreuzt Projekte
Fraglich ist, ob der Bühnenbildner beim offiziellen Auftakt des Weihnachtsmarktes in Schönbrunn am 6. November dabei sein kann. Vor der Kaiserresidenz wird neben dem Stand des Burgenland-Tourismus ein kleineres Abbild der weltgrößten Krippe vom „Winterwunder Mörbisch“ stehen – immerhin sechs Meter breit, zwei Meter hoch. „Bis dahin statte ich unserem Modellbauer trotz Liegegips noch zwei Arbeitsbesuche ab, damit alles nach Plan verläuft“, zeigt sich Waba motiviert. 

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