Tatort Gotteshäuser

Welche Kunstgegenstände in OÖ bereits verschwanden

Oberösterreich
20.10.2025 18:00

Der spektakuläre Kunstraub im Pariser Louvre schockt und fasziniert zugleich. Auch in Oberösterreich verschwanden schon Kunstgegenstände, weil Gauner Diebstahl begingen. Der Blick ins Archiv zeigt, dass bei uns vor allem Kirchen zu Tatorten wurden.

Der größte Kunstraub in Oberösterreich passierte bereits in den 1980er-Jahren – in einem Gotteshaus: Im März 1987 wurden bei einem nächtlichen Einbruch aus der Pfarrkirche in Hallstatt vier Tafelbilder aus dem gotischen Altar gestohlen. Nach dem kriminellen Coup wurden die gestohlenen Bilder vom Bundesdenkmalamt und dem Kunstreferat der Diözese Linz mithilfe von Fotos durch Repliken ersetzt.

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Früher war Diebstahl in Kirchen ein viel größeres Thema. Seit ein paar Jahren ist das abgeflaut. Es wird auch mehr auf Sicherheit geachtet.

Ulrike Parzmair-Pfau, Diözesankonservatorin

Kustos zu Haft verurteilt
29 Jahre später, 2016, wurde die Beute bei einer Razzia von der italienischen Kriminalpolizei sichergestellt. Seit 5. Oktober 2017 befinden sich die Altarteile wieder in Oberösterreich. Zu acht Monaten bedingter Haft wurde 2021 der frühere Kustos des Stifts Kremsmünster verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, 50 Kunstwerke um knapp 300.000 Euro veruntreut zu haben.

Der Tassilokelch im Stift Kremsmünster ist gesichert.
Der Tassilokelch im Stift Kremsmünster ist gesichert.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Kerzenleuchter sind begehrt
„Das sind Ausnahmen. Meistens verschwinden Engelsfiguren. Auch Kerzenleuchter sind begehrt. Wir raten den Pfarren immer, wertvolle Gegenstände im Tresor zu verwahren. Das klappt auch gut“, sagt dazu Diözesankonservatorin Ulrike Parzmair-Pfau.

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