Waffen vorbereitet

Hamas-Trio plante offenbar Anschläge in Berlin

Ausland
01.10.2025 17:22

Mit einem schnellen Zugriff haben Anti-Terror-Ermittler in Berlin offenbar einen möglichen Anschlagsplan vereitelt. Drei Männer wurden festgenommen, als sie sich mitten in der Hauptstadt zu einer mutmaßlichen Waffenübergabe trafen. In einem Fahrzeug entdeckten die Einsatzkräfte ein Sturmgewehr des Typs AK-47, eine Pistole der Marke Glock und mehrere Hundert Schuss Munition.

Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei den Festgenommenen um einen 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der im Libanon geboren wurde, sowie um einen ebenfalls im Libanon geborenen 43-Jährigen, dessen Staatsangehörigkeit zunächst unklar war. Außerdem ist ein 44-jähriger Deutscher, der aus Syrien stammt, betroffen.

Planten offenbar Anschläge in Deutschland
Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Männern vor, Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas zu sein. Sie sollen den Ermittlungen zufolge spätestens seit dem Sommer 2025 Waffen und Munition beschafft haben, um mögliche Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland vorzubereiten. Am Donnerstag sollen sie dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über Haftbefehle entscheidet.

Verdächtige galten schon länger als auffällig
Laut Sicherheitskreisen, auf die sich der „Spiegel“ beruft, hatten Anti-Terror-Fahnder die drei Verdächtigen bereits länger im Visier. Am Mittwoch beobachteten sie schließlich ein Treffen in Berlin, bei dem offenbar Waffen übergeben werden sollten. Noch vor Ort griffen Spezialkräfte zu und stellten die funktionsfähigen Waffen sicher.

Waffenarsenal wird derzeit untersucht
Zeitgleich fanden Durchsuchungsmaßnahmen in Leipzig und Oberhausen (NRW) statt. Auch dort sollen Spuren und mögliche Beweismittel sichergestellt worden sein. Das beschlagnahmte Waffenarsenal wird derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Entscheidung des Gerichts steht noch aus
Die Festgenommenen stehen unter dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie der Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten. Der Bundesgerichtshof wird nun entscheiden, ob Haftbefehle erlassen werden.

Es ist nicht die erste Festnahme mutmaßlicher Hamas-Mitglieder in Deutschland. Bereits im Dezember 2023 hatte die Bundesanwaltschaft drei Männer in Berlin und einen weiteren in Rotterdam festnehmen lassen.

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