Polizisten angegriffen

Londoner Massenprotest gegen Migration eskaliert

Ausland
13.09.2025 22:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Samstag gingen in London mehr als 100.000 Menschen gegen Einwanderung auf die Straße. Dabei richtete sich die Wut der Demonstrierenden auch gegen die Polizei. Mehrere Personen wurden festgenommen.

An dem von dem Anti-Einwanderungs-Aktivisten Tommy Robinson organisierten Marsch in London nahmen nach Angaben der Polizei rund 110.000 Menschen teil – die größte Demonstration von Rechten in der jüngeren britischen Geschichte. Beamte, die versuchten, die Demonstranten auf der genehmigten Route zu halten, seien mit „inakzeptabler Gewalt“ konfrontiert worden, teilte die Polizei mit.

Polizisten seien getreten und geschlagen worden, zudem seien Flaschen, Leuchtfackeln und andere Wurfgeschosse auf sie geworfen worden. Bisher seien neun Personen festgenommen worden, weitere Festnahmen würden wahrscheinlich folgen.

(Bild: AP/Joanna Chan)
(Bild: EPA/TAYFUN SALCI)
(Bild: AFP/CARLOS JASSO)
(Bild: AP/Joanna Chan)
(Bild: AFP/CARLOS JASSO)
Bei der Großdemonstration wurden Polizisten getreten und geschlagen.
Bei der Großdemonstration wurden Polizisten getreten und geschlagen.(Bild: EPA/TAYFUN SALCI)

Israelische Flaggen und „MAGA“-Kappen
Die Demonstranten schwenkten Flaggen Englands und Großbritanniens, einige trugen auch US-amerikanische und israelische Flaggen sowie die „MAGA“-Kappen von US-Präsident Donald Trump. Sie skandierten Parolen gegen Premierminister Keir Starmer und hielten Plakate mit Aufschriften wie „Schickt sie nach Hause“ hoch.

„Heute hat der Funke einer kulturellen Revolution in Großbritannien gezündet“, sagte Organisator Robinson in einer Ansprache an seine Anhänger. Der US-Milliardär Elon Musk, der sich per Videoschaltung an die Kundgebung wandte, rief zu einem Regierungswechsel in Großbritannien auf.

Mehr als 1600 Polizisten
Gegen die Kundgebung formierte sich eine Gegendemonstration unter dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus“, an der sich rund 5000 Menschen beteiligten. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 1600 Beamten im Einsatz, die auch durch zu dieser Zeit stattfindenden hochkarätige Fußballspiele und Konzerte in der Stadt gefordert waren.

Der Organisator Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, bezeichnet sich selbst als Journalist, der staatliches Fehlverhalten aufdecke. Er ist mehrfach vorbestraft. Die Demonstration ist der Höhepunkt eines politisch aufgeladenen Sommers in Großbritannien, in dem es wiederholt zu Protesten vor Hotels kam, in denen Migranten untergebracht sind.

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