Die letzte Phase vor der Inbetriebnahme der 45 Minuten-Zugstrecke zwischen Klagenfurt und Graz startet - mit zahlreichen zu übenden Notfallsszenarien.
Bis zum Sommer gab es Testfahrten, seit wenigen Wochen werden die Lokführer und weiteres Personal auf der neuen Strecke geschult – und nun startet mit der Übungsphase für die Einsatzorganisationen die laut ÖBB letzte wichtige Phase vor der Inbetriebnahme des Koralmtunnels am 14. Dezember.
Übungen im Koralmtunnel
In den kommenden Wochen werden verschiedenste Szenarien unter realen Bedingungen geprobt. Im Fokus sind der fast 33 Kilometer lange Koralmtunnel sowie die Unterflurtrasse im Bereich Feldkirchen in der Steiermark. Spezielle Geräte kommen dabei zum Einsatz; beispielsweise kommt es zu Testfahrten mit dem ÖBB -Servicejet – einem Rettungszug, der einen doppelten Railjet abschleppen und 300 Leute evakuieren kann sowie über einen 40.000 Liter fassenden Löschwassertank und eine Schutzbelüftung verfügt. Auch der Einsatz von Drohnen in der Röhre wird geübt.
Laut ÖBB flossen etwa 15 Prozent der gesamten Investitionssumme von gut fünf Milliarden Euro in die Sicherheit. Alle Anlagenteile sind doppelt verbaut. In der Tunnelmitte befindet sich für Evakuierungen eine etwa ein Kilometer lange dritte Röhre. Hier können Fahrgäste bei Notfällen auf ihre Rettung warten. Im Tunnel ist zudem immer Strom vorhanden: Fällt in einem Bundesland die Energieversorgung aus, springt die andere Seite ein.
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