Unmittelbar nach Spielende waren in der Türkei am vergangenen Mittwoch die Gästespieler mit Wurfgegenständen bombardiert worden. In den Katakomben des Sükrü-Saracoglu-Stadions von Fenerbahce kam es anschließend zu wilden Auseinandersetzung unter den beiden Delegationen. Mitglieder des Schweizer Teams sind von Türken tätlich angegriffen worden. Ersatzspieler Stephane Grichting hat einen Tritt in den Unterleib erhalten und ist in ein Spital gebracht worden. Einige anderen Akteure kamen mit blauen Flecken davon.
Die Schweiz hat das Match mit 2:4 verloren, löste aber dank des 2:0-Heimsieges am Samstag davor in Bern auf Grund der Auswärtstorregel das Ticket für dei WM in Deutschland.
Unfairer Kebab-Boykott
Als Folge der unschönen Szenen rufen die Fußballfans in der Schweiz nun via Internet zu einem Kebab-Boykott auf. Stände und Gasthäuser, in denen das türkische Fastfood verkauft wird, sollen demnach bis auf weiteres gemieden werden. Ironischerweise trifft die Rache aber die Falschen: Mehr als 90 Prozent der Kebab-Standler sind nämlich Kurden, die ihrerseits nicht gut auf die Türken zu sprechen sind. Ein Verkäufer meinte: "Das ist total unfair! Wir haben beim Spiel sogar die Schweizer unterstützt."
Türkischer Co-Trainer tritt ab
Als weitere Konsequenz der Ausschreitungen hat am Dienstag der Co-Trainer des türkischen Nationalteams, Mehmet Özdilek, sein Amt niedergelegt. Der 39-Jährige stellte nach dem Skandalspiel dem Schweizer Valon Behrami ein Bein und löste damit die Tumulte aus.








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