Mit Retro-Charme

"F1 2013": Das kann die neue Formel-1-Simulation

Spiele
28.10.2013 14:05
Rennspiel-Spezialist Codemasters hat rechtzeitig zur kühlen Jahreszeit seine beliebte Formel-1-Simulation auf den neuesten Stand gebracht. Dank aktueller Lizenz gibt's in "F1 2013" wieder alle Strecken und Fahrer, die auch im realen Formel-1-Zirkus zu sehen sind. Und für langjährige Formel-1-Fans gibt's diesmal auch Retro-Kurse, Autos und Fahrer der Achtziger- und Neunzigerjahre. Die Folge: "F1 2013" erfreut nicht nur Vettel-Anhänger, sondern lässt auch Gerhard-Berger-Fans auf ihre Kosten kommen. Wie sich "F1 2013" spielt, haben wir uns genauer angesehen.

Eine Handlung im klassischen Sinn gibt's in der neuen Formel-1-Simulation zwar nicht, vermisst haben wir eine solche im Test aber ohnehin nicht. Schließlich gilt es in "F1 2013", virtuell in der Haut eines Formel-1-Piloten vom Schlage eines Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder Fernando Alonso, je nach Gusto ein Rennen, einen Grand Prix oder gar eine gesamte Saison zu fahren – auf Wunsch in echter Rennlänge, also 70 Runden auf einem Kurs.

Reinrassige Simulation, kein Arcade-Racing
"F1 2013" richtet sich dabei vor allem an Spieler, die eine möglichst realistische Simulation suchen – Fans von Arcade-Rennspielen kommen wegen der realitätsnahen Fahrphysik kaum auf ihre Kosten. Wenn man sich aber auf das realistische Fahrverhalten einlässt, das Spiel der richtigen Reifenwahl mitspielt, Gefallen am Austüfteln der richtigen Menge Sprit und des idealen Boxenstopp-Zeitpunkts findet, dann fesselt "F1 2013" für lange Zeit an den Bildschirm.

Als Formel-1-Simulation macht "F1 2013" nämlich vieles richtig – was angesichts der guten Ausgangsbasis durch "F1 2012" auch zu erwarten war. Tatsächlich erfreut die neue Version die Spieler sogar durch einige nette Neuerungen – etwa die Rückkehr des "Grand Prix"-Modus, bei dem der Spieler sowohl Training als auch Qualifying und natürlich das Rennen an sich fahren darf. Der Saison-Modus entspricht jenem im Vorgänger, allerdings mit neuen Lizenzen.

Auch für Einsteiger gut zu erlernen
Für "F1"-Neueinsteiger hält die aktuelle Version ein erweitertes Tutorial bereit, in dem der Spieler ähnliche Herausforderungen bestehen muss, wie sie auch echte Formel-1-Piloten über die Bühne bringen müssen, bevor sie sich tatsächlich in das Cockpit der PS-strotzenden Boliden setzen dürfen.

Zusätzlich zum gut gemachten Tutorial gibt's für Einsteiger eine Rückspulfunktion, mit der je nach Schwierigkeitsstufe eine gewisse Anzahl an Crashs im Rennen rückgängig gemacht werden darf, und die Möglichkeit, jederzeit zu speichern – auch mitten im Rennen. Von dieser Möglichkeit werden wohl vor allem jene Gebrauch machen, die ihre Rennen so realitätsnah wie nur möglich bestreiten – in der langwierigen 70-Runden-Echtzeitvariante.

Nett: Codemasters hat "F1 2013" einen Classic-Modus spendiert, in dem der Spieler noch einmal die Formel-1-Luft der Achtziger schnuppern und in die Haut von Piloten wie Michael Schumacher, Gerhard Berger, Alain Prost oder Nigel Mansell schlüpfen darf – inklusive passender Autos und der zwei Retro-Strecken Circuit de Jerez und Brands Hatch. Als DLC gibt's zudem Neunziger-Inhalte für den Classic-Modus.

Hübsche Grafik, unspektakuläre Menüs
Einen gelungenen Eindruck hinterlässt neben Fahrgefühl und Gameplay auch die Optik von "F1 2013". Das Spiel läuft trotz hübscher Grafik auch auf weniger aktueller Hardware solide. Die Strecken und Autos sind dabei schön detailreich, Licht- und Schatteneffekte ansehnlich, die Texturen könnten aber schärfer sein. Größere Grafiksprünge – auch für PC-Spieler – gibt's wohl erst nach dem Erscheinen der Next-Generation-Konsolen.

Während die Rennen selbst einen guten optischen Eindruck hinterlassen, sind Inszenierung und Menüs weniger ansehnlich. Großteils navigiert der Spieler durch statische Menüs, die zwar mit Formel-1-Bildern aufgepeppt werden, aber nicht so hübsch wirken, wie etwa die animierte Menü-Garage aus dem ebenfalls von Codemasters entwickelten Arcade-Racer "GRID 2".

Schöne Soundkulisse, spaßiger Multiplayer
Einen guten Eindruck hinterlässt dafür der Sound – vor allem jener der Boliden selbst. Die röhren im Spiel nämlich fast so schön wie in der Realität. Der Soundtrack selbst hält sich währenddessen dezent im Hintergrund, untermalt das Geschehen angemessen und fällt zu keiner Zeit negativ auf. Die deutschen Sprecher wiederum transportieren eher wenig Formel-1-Feeling.

Gut funktioniert der Mehrspielermodus über das Codemasters-eigene Multiplayer-Portal "RaceNet". Der bietet neben den aus dem Einzelspielermodus bekannten Rennvarianten auch Herausforderungs-Rennen, bei denen die Kontrahenten bestimmte Ziele erreichen müssen. Rennen gegen menschliche Gegner bieten bei "F1 2013" zudem den Vorteil, dass das Gegenüber unvorhersehbarer agiert. Die KI der Computergegner ist nämlich im Großen und Ganzen gut, allerdings meist eher auf Sicherheit bedacht als menschliche Gegner.

Fazit: "F1 2013" ist – wie schon der Vorgänger – eine gute Formel-1-Simulation, die in der aktuellen Fassung nicht einfach nur neue Lizenzen mit sich bringt, sondern sinnvolle Neuerungen einführt. Dazu zählt einerseits die Rückkehr des im Vorgänger vermissten "Grand Prix"-Modus, andererseits der gerade für altgediente Formel-1-Fans höchst amüsante Classic-Modus. Optisch merkt man dem Spiel zwar auch in der PC-Version die Einschränkungen der aktuellen Konsolengeneration an, alles in allem gefällt aber auch die Grafik. Dafür sind Menüs und Inszenierung nicht ganz auf dem Niveau anderer Codemasters-Rennspiele.

Plattform: PC (getestet), PS3, Xbox 360
Publisher: Codemasters
krone.at-Wertung: 8/10

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