"Nicht fair"

Pogatetz beruft gegen Sperre bei Heim-EM 2008

Fußball
03.11.2005 22:19
Emanuel Pogatetz wird die vom Fußball-Weltverband (FIFA) über ihn verhängte Sperre von zwei Pflichtspielen, die bei der Heim-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz in Kraft tritt, Einspruch erheben. Der 22-jährige österreichische Nationalverteidiger fürchtet laut eigenen Angaben auf Grund der Sperre um eine Teilnahme an der EM-Endrunde im eigenen Land.

"Ich bin sehr enttäuscht. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich überhaupt im Kader sein werde, denn es sind ja nur drei Gruppenspiele", begründete der Steirer am Donnerstag. Noch-Rapid-Trainer Josef Hickersberger, der das ÖFB-Team ab 1. Jänner auf die EURO 2008 vorbereitet, hatte eine Nichtberücksichtigung von Pogatetz wegen der FIFA-Sperre am Mittwoch ausgeschlossen. "Solange er im Verein seine Leistung bringt, kommt es nicht in Frage, dass er nicht dabei ist", erklärte der zukünftige ÖFB-Teamchef.

"Zwei Spiele Sperre ist nicht fair"
"Trotzdem muss er sich auf meiner Position um einen neuen Spieler umsehen", befürchtet Pogatetz. Als erste Alternative auf der linken Außenverteidiger-Position käme Sturm-Graz-Youngster Ronald Gercaliu (19), der am 17. August in Graz gegen Schottland im ÖFB-Dress debütiert hatte, in Frage.

Nicht zuletzt deshalb kündigte Pogatetz an: "Ich werde jetzt versuchen, Berufung einzulegen. Zwei Spiele sind keine faire Entscheidung", so der 19-fache Nationalspieler.

Gegenspieler am Leiberl gepackt
Tatsächlich handelt es sich um die Mindeststrafe, die die FIFA-Disziplinar-Kommission für das festgestellte Vergehen der "Tätlichkeit" verhängt hatte. Pogatetz hatte im für die WM-Qualifikation bereits bedeutungslosen Heimspiel gegen Nordirland (2:0 am 12. Oktober) seinen Gegenspieler Damien Johnson nach dessen überhartem Foul am Leibchen gepackt. Der ebenfalls ausgeschlossene Nordire wurde für sein Vergehen auch mit zwei Spielen Sperre bedacht.

Einzig bei Pogatetz hat sie aber weit reichende Folgen: Da Österreich als Gastgeber bis zur EM 2008 kein "Pflichtspiel" mehr bestreitet, wird die Suspendierung erst dann aktiv. Außerdem wurde Pogatetz zu einer Geldstrafe von 5.000 Schweizer Franken (3.233 Euro) verurteilt.

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(Bild: KMM)



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