Schock in einem Imbisslokal nach den ersten veröffentlichten Bildern des Villach-Attentäters. Zudem große Trauer – denn das Opfer (14) war ein gern gesehener Stammgast.
„Wir lassen grundsätzlich jeden bei uns kostenlos die Toilette benutzen – wenn höflich gefragt wird. Auch wenn er oder sie nicht bei uns konsumiert. Aber er hat so getan, als wäre es selbstverständlich. Einmal abgesehen davon, dass er mit einem prall gefüllten Supermarkt-Sackerl vor uns gestanden ist. Das haben wir dann schon zusätzlich etwas dreist gefunden“, erzählen der Chef und seine Mitarbeiter des Villacher Imbisslokals, die aus Angst vor Racheaktionen anonym bleiben möchten.
„Wir wissen, dass sogar der Essenslieferant, der eigentlich eine Heldenauszeichnung von Villach, von Österreich bekommen sollte, seither in Angst lebt und bedroht wird.“ Und so hat der Lokal-Chef dem Syrer an jenem traurigen Samstag den Gang auf die Toilette verwehrt. Beschwert habe sich dieser daraufhin nicht.
„Sein Blick war richtig kalt“
„Er hat sich daraufhin wortlos umgedreht und ist aus der Tür raus. Aber mir sind seine Augen bis heute in Erinnerung geblieben. Sein Blick war richtig kalt – als ob er auf Drogen oder betrunken gewesen wäre.“ Zwei Stunden später stach genau dieser „eigenartige Gast“ auf sechs Menschen ein, riss ein 14-jähriges Opfer aus dem Leben.
„Wir waren geschockt“
„Als wir im Internet dann die ersten Fotos vom Attentäter gesehen haben, waren wir richtig geschockt, konnten das erst alles gar nicht glauben. Aber noch schlimmer war es dann für uns, als wir erfahren haben, dass Alexander das Todesopfer ist. Er war regelmäßig mit seinen Freunden bei uns – ein sehr sympathischer, höflicher junger Mann. Das ist so traurig. Niemand kann sich vorstellen, wie schlimm das für seine Eltern, Familie sein muss.“
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